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05.04.2002 - 

Telekom einig mit Konkurrenten: "Kein sinnvolles Angebot"

Call-by-Call auch im Ortsnetz

BERLIN (CW) - Die deutschen TK-Anbieter haben sich geschlossen gegen die angekündigte Ausweitung des Call-by-Call-Angebots auf das Ortsnetz ausgesprochen. Sowohl die Deutsche Telekom als auch ihre Wettbewerber halten diese weitere Liberalisierung des TK-Marktes für derzeit wenig sinnvoll.

Bislang haben Telefonkunden lediglich bei Ferngesprächen die Möglichkeit, durch Verwendung einer besonderen Vorwahl ihr Telefonat über einen günstigeren Anbieter zu führen. Das soll sich jedoch ändern: Wie das "Handelsblatt" berichtete, will das Bundeskabinett bis zum 17. April einen Gesetzesentwurf verabschieden, nach dem Telefonkunden ab Dezember auch im Ortsnetz über den Betreiber ihrer Wahl telefonieren können. Damit will die Bundesregierung einem bereits zwei Jahre andauernden Streit mit der EU um die Umsetzung einer Richtlinie zur Öffnung der Ortsnetze ein Ende setzen.

Stadtnetzbetreiber befürchten PreiskampfDie Ausweitung des Call-by-Call-Verfahrens stößt allerdings nicht nur bei der Telekom, sondern selbst bei deren Konkurrenz auf wenig Gegenliebe: Vor allem die Stadtnetzbetreiber, die in eine eigene, teure Infrastruktur investiert haben, befürchten einen ruinösen Preiskampf durch Billiganbieter, die Verbindungen bei der Telekom lediglich anzumieten brauchen. Während sich der Bundesverband der regionalen und lokalen Telekommunikationsgesellschaften (Breko) kategorisch gegen Call-by-Call aussprach, da dies den Ortsnetzanbietern schade, forderte der VATM (Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdienstleistungen) zunächst nur einen Aufschub der Einführung. Erst mit einer Senkung der Gebühr, die die Ortsnetzbetreiber für die Nutzung der Telekom-Leitungen bezahlen müssen, sei Call-by-Call eine geeignete Maßnahme, um den Wettbewerb zu stimulieren. (kf)