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02.04.2007

Cancom kündigt Übernahmen an

265 Millionen Euro Umsatz und 5,8 Millionen Euro Vorsteuergewinn haben dem Systemhaus-Riesen Cancom im vergangenen Jahr das erfolgreichste Jahr seiner Unternehmensgeschichte beschert. Jetzt sollen Übernahmen folgen.

Von Alexander Roth

Mit einem Umsatz von 265 Millionen Euro und einem Vorsteuergewinn von 5,8 Millionen Euro hat der Systemhaus-Riese Cancom 2006 das erfolgreichste Jahr seiner Unternehmensgeschichte absolviert.

Im Vorjahresvergleich steigerte der Konzern mit Hauptsitz im schwäbischen Jettingen-Scheppach damit den Umsatz im abgelaufenen Jahr um 17,2 Prozent und den Vorsteuergewinn (Ebit) gar um 80,4 Prozent.

Wie der Vorstandsvorsitzende Klaus Weinmann anlässlich der Präsentation der Zahlen verkündete, liege der wahre wirtschaftliche Wert seines Unternehmens sogar deutlich höher, da der Finanz-Report die letztjährige Übernahme des Siemens-nahen IT-Dienstleisters NSG GmbH nicht vollständig abbilde. Würde man diese einrechnen, ergäben sich einen Umsatz von 293 Millionen Euro und einen Ebit von 5,8 Millionen Euro.

Doch ob nun mit oder ohne die vollständigen NSG-Zahlen: Cancom verteidigt damit Platz vier in der Liste der größten Systemhäuser Deutschlands, hinter PC Ware (Umsatz 2005: 345 Millionen Dollar) und vor Comparex (190 Millionen Euro).

Weinmann verglich seine Firma auch mit den Wettbewerbern: Er betrachte sein Unternehmen, das derzeit etwa 1300 Mitarbeiter beschäftigt und im Ausland (Österreich, Schweiz und England) etwa 15 Prozent des Umsatzes erzielt, als einen der größten Dienstleister im Land. So sei es sein Ziel, möglichst schnell zu Bechtle und Computacenter aufzuschließen. In Bayern sei die Gruppe mit 400 Beschäftigten bereits führend, Wettbewerber Bechtle (Gesamtumsatz 2006: 1,22 Milliarden Euro) etwa beschäftige dort beispielsweise nur 100 Mitarbeiter.

Weinmann kündigte für die kommenden Monate einige Akquisitionen an. Konkret nannte er die deutschen Standorte Stuttgart, Düsseldorf und Hamburg. Man sei bereits in Gesprächen - weitere Details lieferte Weinmann nicht. Nur so viel: Mit der Bechtle-Gruppe, die ebenfalls Zukäufe ankündigt hatte, habe bislang keine Bieter-Konfrontation stattgefunden.

Sehr zufrieden gab sich Weinmann mit dem hauseigenen, Margen versprechenden Dienstleistungsgeschäft: Cancom habe es geschafft, den Anteil innerhalb von 20 auf 55 Prozent des Gesamtumsatzes anzuheben. Ende 2007 sollen es nach seinen Planungen bereits zwei Drittel sein.

Dabei setze er vor allem auf Migrationsprojekte mit Microsoft Vista und Office 2007 sowie dem neuen Apple-Betriebssystem "Leopard" und Adobes neuer "Creative Suite". Auch die Zugangs- und Sicherheitslösungen Citrix und Symantec erwiesen sich nach wie vor als Zugpferde. Zurückhaltend äußerte sich Weinmann dagegen zum reinen Hardware- und Outscourcing-Geschäft. Beides sei nur in Kombination mit zusätzlichen Dienstleistungen für Cancom interessant.