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30.06.1989 - 

Apple-Gründer bekommt für Minderheitsanteil 100 Millionen Dollar:

Canon hilft Jobs' Next auf die Beine

PALO ALTO (IDG) - Der amerikanische Mikrocomputer-Pionier Steven Jobs hat die Finanzierung seines neuen Unternehmens Next Inc. fürs erste gesichert. Dem japanischen Opto-Elektronik-Konzern Canon Inc., 0der Next mit optischen Speichersystemen und Laserdrukkern beliefert, war eine Beteiligung in Höhe von 16.6 Prozent satte 100 Millionen Dollar wert.

Nach dem schwerreichen EDS-Aussteiger Ross Perot, der mit einer 20-Millionen-Dollar-Einlage zu den Next-Finanziers gehört, und der IBM, die eine Lizenz an der Unix-Benutzeroberfläche Nextstep erworben hat, stellte sich mit Canon erstmals ein großer ausländischer Geldgeber hinter den als Visionär geltenden Steven Jobs. Das Interesse der Japaner gilt aber nicht nur der Stärkung eines Geschaftspartners, der bereits seit seinen Apple-Zeiten Canon-Produkte in den USA unter die Leute bringt; im Gegenzug will der vor allem für seine Fotokopierer bekannte Konzern die Next-Workstations importieren beziehungsweise im asiatischen Raum vermarkten.

Unter anderem soll die Next-Software in eine Kanji-Version übersetzt werden. Bis diese verfügbar ist, wird allerdings noch einige Zeit vergehen: Selbst die US-Version befindet sich noch in der Erprobung - die Beta-Testphase des "schwarzen Würfels" ist noch nicht abgeschlossen.

Durch die Hereinnahme des großen Partners sinkt der Anteil an Next, den Steven Jobs selbst hält, auf 50 Prozent. Außerdem sitzt künftig ein Canon-Repräsentant im Board of Directors. Dennoch sind die Rechte der Asiaten in dem kalifornischen Unternehmen begrenzt - die Vereinbarung gibt Canon weder Rechte an Jobs' Technologie noch eine Produktionslizenz.