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07.03.2003 - 

CEO Paul Hermelin räumt Fehler ein

Cap Gemini schreibt rote Zahlen

PARIS (CW) - Der IT-Dienstleister Cap Gemini Ernst & Young hat einen schlechten Jahresabschluss 2002 präsentiert. Der Umsatz brach um 16 Prozent ein, der Nettoverlust betrug 514 Millionen Euro. CEO Paul Hermelin räumte Management-Fehler ein.

Die Einnahmen des größten europäischen IT-Dienstleisters fielen von 8,4 Milliarden Euro im Jahr 2001 auf 7,1 Milliarden Euro. Konnte Cap Gemini im vorletzten Jahr noch auf einen Nettogewinn von 152 Millionen Euro verweisen, färbte sich das letztjährige Ergebnis tiefrot. Den Verlust von mehr als einer halben Milliarde Euro begründete das Unternehmen unter anderem mit der eingeleiteten Rationalisierung. Beispielsweise kostete es 359 Millionen Euro, rund 5800 Mitarbeiter zu entlassen.

Dürftige Gewinnspanne

Die Kostensenkungsmaßnahmen wurden Mitte letzten Jahres eingeleitet. Dementsprechend betrug die Umsatzrendite im ersten Halbjahr lediglich 0,3 Prozent, in der zweiten Jahreshälfte wuchs sie auf 3,2 Prozent an. Für das Gesamtjahr weist Cap Gemini eine Gewinnspanne von 1,6 Prozent aus. Dieses Jahr peilt Hermelin einen Wert von fünf Prozent an.

Bei der Präsentation der Zahlen räumte der CEO Zeitungsberichten zufolge ein, zu spät auf den wirtschaftlichen Abschwung reagiert zu haben. Man sei zu lange damit beschäftigt gewesen, die Fusion mit Ernst & Young zu verarbeiten. Erste Anzeichen, dass der Markt kranke, habe man übersehen. Insbesondere habe man es versäumt, frühzeitig auf Einnahmequellen zu bauen, die weniger konjunkturanfällig sind. Dazu zählte Hermelin das Outsourcing, den öffentlichen Dienst und das Gesundheitswesen.

Weniger Einnahmen erwartet

Im Zuge der Neuorganisation konzentriert sich Cap Gemini auf die vier Säulen Consulting, Technology, Outsourcing und Local Professional Services. Um die angestrebte Gewinnmarge zu erzielen, soll die Effizienz gesteigert werden, etwa durch die Verlagerung von Entwicklungsaufgaben in Billiglohnländer. In der ersten Jahreshälfte erwartet Hermelin einen weiteren Einnahmenrückgang, erst ab Sommer 2003 werde sich die Situation in seinem Unternehmen stabilisieren. (jha)