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Präsident Kampf: Expansionsfolgen unterschätzt

Cap Geminis Ergebnis im ersten Halbjahr 1992 deutlich reduziert

30.10.1992

PARIS - Der weltweiten Konjunkturflaute und den eigenen Wachstumsanstrengungen in Europa schreibt Cap Gemini Sogeti (CGS) einen drmatischen Ertragsrutsch im ersten Halbjahr 1992 zu. Das Betriebsergebnis des Pariser Softwarehauses halbierte sich auf rund 158 Millionen Franc.

Der Erwerb von Firmen wie Programator in Schweden und Volmac in den Niederlanden bescherte dem von Serge Kampf geführten Unternehmen zwar einen Umsatzsprung um 18 Prozent auf 5,9 Milliarden Franc im Vergleich zum ersten Halbjahr 1991. Doch mit diesen Käufen habe man wohl "einen zu tiefen Schluck aus der Pulle genommen", räumte Kampf schon früher ein. Bei nur sieben bis acht Prozent Marktwachstum in Frankreich und Europa und einem seit Mai 1990 von 14 000 auf 22 000 Mitarbeiter aufgeblähten Personalstamm fiel das Betriebsergebnis um 51 Prozent auf 158,3 (Vorjahreswert: 323,4) Millionen Franc.

Der Reingewinn schmolz um 20,5 Prozent auf 142,5 Millionen Franc. Die unterschiedliche Entwicklung von Betriebs- und Nettoergebnis, so die Erläuterung von CGS, gehe zum einen auf den deutlich abgebauten Schuldendienst, zum anderen auf außerordentliche Erträge in Höhe von 154 Millionen Franc aus Immobilienverkäufen an die Sogeti-Holding zurück.

Die Rezession traf CGS besonders empfindlich, weil das Unternehmen einen hohen Umsatzanteil mit Installationen und Beratung zu Festpreisen erzielt. Beim Verkauf von Standardapplikationen sowie in den Bereichen Systemintegration und Facilities Management, wo nach Mengen und Fristen kalkuliert wird, habe sich der Ertragsverfall dagegen in Grenzen gehalten, heißt es.

Offenbar hat das CGS-Management gleichwohl den Aufwand zur Bewältigung des Strukturwandels in der Gruppe ziemlich unterschätzt.Jedenfalls geht Kampf für das laufende Geschäftsjahr von einer deutlich niedrigeren Rentabilität der Firma als im abgelaufenen Jahrzehnt aus. Zwischen 1981 und 1992 betrug die Umsatzrendite im Schnitt etwa sechs Prozent. "Wirklich grenzüberschreitend zu denken und zu handeln, das müssen wir erst noch lernen", meint Kampf selbstkritisch.