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04.03.2005

Capgemini Deutschland legt zu

Restrukturierungskosten bescherten dem IT-Dienstleister rote Zahlen. Die deutsche Dependance wächst mit Beratung und Outsourcing.

Die weltweite Capgemini-Gruppe konnte ihren Umsatz im Jahr 2004 erstmals seit 2001 wieder steigern. Die Einnahmen des gesamten vergangenen Jahres beliefen sich auf 6,3 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Plus von 9,3 Prozent. Im Jahr 2003 hatte das Unternehmen einen Umsatz von knapp 5,8 Milliarden Euro verzeichnet. Unterm Strich blieb 2004 zwar ein Betriebsgewinn von 58 Millionen Euro, doch der Nettoverlust sackte auf den Rekordwert von 359 Millionen Euro. Vor allem die hohen Restrukturierungskosten von 220 Millionen Euro belasteten das Unternehmen.

Großaufträge zeigen Wirkung

Ein versöhnliches Jahresergebnis wurde nur aufgrund des gut verlaufenen zweiten Halbjahres möglich. Dazu trugen große Outsourcing-Abkommen bei, aus denen die Einnahmen sich erst im Lauf des Jahres in der Bilanz niederschlugen. Die größten Abschlüsse wurden mit dem US-amerikanischen Energieversorger TXU über 3,5 Milliarden Dollar sowie der britischen Finanzbehörde Inland Revenue über 4,4 Milliarden Euro jeweils verteilt über zehn Jahre vereinbart. Ein weiteres im vergangenen Jahr unterschriebenes Großprojekt mit dem Elektronikriesen Schneider kann Capgemini erst in diesem Jahr verbuchen. Die Großaufträge trugen dazu bei, dass der IT-Dienstleister nun 33 Prozent seines Umsatzes mit Outsourcing-Services erzielt. Im Jahr 2003 waren es 21 Prozent.

"Europa ist zurück in der Spur", freute sich Antonio Schnieder, CEO Zentral- und Osteuropa von Capgemini. Der Betriebsgewinn in der Alten Welt kletterte von zwölf Millionen Euro in der ersten Jahreshälfte auf 110 Millionen im zweiten Halbjahr. Zufrieden äußerte sich Schnieder insbesondere mit dem Verlauf des deutschen Geschäfts. Mit Beratungs- und Integrationsdiensten nahm die deutsche Dependance knapp fünf Prozent mehr ein als im Vorjahr, der Outsourcing-Umsatz legte um rund 30 Prozent zu und steuert mittlerweile knapp ein Drittel der hiesigen Einnahmen bei. Geholfen hat das im Februar vergangenen Jahres unterzeichnete Outsourcing-Abkommen mit Dräger. Auch für das laufende Jahr rechnet der Deutschland-Chef mit guten Zahlen, zum Jahresende sollen sich die Einnahmen erneut um rund zehn Prozent verbessert haben. Der Optimismus erstreckt sich nicht allein auf das Outsourcing-Geschäft, wachsen will die deutsche Capgemini-Dependance auch im Beratungs- und Systemintegrationsmarkt. Dazu sollen im Lauf dieses Jahres etwa 200 bis 250 Consultants eingestellt werden. (jha)