Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

29.04.2005

Capgemini verkauft US-Gesundheitssparte an Accenture

Das Geschäft in den USA und Kanada bereitet dem IT-Dienstleister schon seit Jahren Kopfzerbrechen.

Der französische IT-Dienstleister Capgemini verkauft die auf das Gesundheitswesen ausgerichtete Sparte seines nordamerikanischen Ablegers. Für 175 Millionen Dollar (knapp 134 Millionen Euro) wechselt der Geschäftsbereich samt 600 Mitarbeitern zu Accenture. "Der fragmentierte, von Privatunternehmen geprägte Gesundheitsmarkt in den USA bietet kaum Synergien mit unseren europäischen Aktivitäten", begründete Paul Hermelin, CEO (Chief Operation Officer) bei Capgemini, diesen Schritt. "In Europa bleiben wir Marktführer in einem Geschäft mit hohen Zuwachsraten."

Der Verkauf nährt Spekulationen über die weitere Entwicklung bei Capgemini. Die Veräußerung der Gesundheitssparte ist die erste bemerkenswerte Amtshandlung des seit März amtierenden Chief Operating Officer (COO) Pierre Danon. Der ehemalige British-Telecom-Manager gilt als Spezialist für Maßnahmen zur Verbesserung der Betriebsmargen. Demnächst will Danon weitere Pläne für das schwächelnde US-Geschäft vorstellen, das Capgemini bereits seit der Übernahme der IT-Consultants von Ernst & Young im Jahr 2000 Sorgen bereitet und 2004 mit einem Umsatz von 1,4 Milliarden Euro rund 22 Prozent zu den Gesamteinnahmen des Unternehmens beisteuerte. Vor allem nach einem Jahresverlust von zuletzt 64 Millionen Euro hat das Problemkind USA bei Capgemini höchste Priorität.

Positiver Effekt auf die Bilanz

Analysten begrüßten die Ver- äußerung der Gesundheitssparte. "Uns liegen zwar keine An- gaben über die genaue Größe und die Profitabilität des Geschäftsbereichs vor, doch das Verhältnis des Verkaufspreises zur übernommenen Beleg- schaft erscheint mir recht hoch", kommentierte etwa Francois Dauriat, Senior Analyst bei Ovum. Neben positiven Auswirkungen auf die Bilanz wird die Trennung von dem Gesundheitsbereich zudem als Zeichen dafür gewertet, dass sich Capgemini in den USA künftig auf die Wachstumsbranchen Telekommunikation, Energie, Handel und Finanzdienstleistungen konzentrieren wird. (jha/sp)