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25.06.1999 - 

Neue Tarifstruktur ab 1. Juli

Carrier Uunet will den Mittelstand aus der Internet-Reserve locken

MÜNCHEN (CW) - Die Uunet Deutschland GmbH strickt ihr Tarifsystem um. Ab 1. Juli 1999 bietet der Dortmunder Internet-Service-Provider (ISP) sowohl für professionelle wie auch private Anwender maßgeschneiderte Lösungen an, deren Tarifierung weitgehend einheitlich und damit transparenter ist.

Ein pauschaler Minutenpreis, der für den Anwender auf einen Schlag sowohl die Telefon- als auch ISP-Kosten beinhaltet, ist die Grundidee des neuen Tarifkonzepts von Uunet. Im Klartext heißt das: Egal ob Geschäfts- oder Privatkunde, eine Minute surfen kostet den Teilnehmer tagsüber von 9 bis 21 Uhr sechs Pfennig, nachts von 21 Uhr bis 9 Uhr morgens fünf Pfennig (Tarife, Monats- und Einrichtungsgebühren: siehe Tabelle)

Gültig sind diese Gebühren für die drei Modelle "Uudial Solo", "Uudial Office" sowie "Knuut". Die Ausnahme von der Regel bildet der Zusatzdienst "Uudial Corporate" Dabei handelt es sich um eine Remote-Access-Lösung für Unternehmen, die Außendienstmitarbeiter und Teleworker anbinden wollen. Hier muß der Kunde in der Hauptzeit mit 5,2 Pfennig pro Minute sowie 4,3 Pfennig in der Off-Peak-Zeit etwas weniger berappen. Für alle Angebote gilt die Einwahl über eine 0800-Rufnummer sowie eine sekundengenaue Abrechnung. Trotz der Einführung der neuen Angebote wird Uunet die alten weiter anbieten, aber laut Kai Lorenz, Leiter Marketing Deutschland, versuchen, die Kunden zu migrieren.

Mit den vier neu konzipierten Tarifmodellen verfolgt Uunet zwei wesentliche Ziele: Erstens soll mit den drei Diensten Solo, Office und Corporate die Zielgruppe der professionellen Anwender vom selbständigen Gewerbetreibenden bis hin zum mittelständischen Unternehmen adressiert werden. Zweitens hofft der Internet-Carrier, in der Nachtzeit Privatkunden stärker zu binden, um für eine höhere Auslastung seiner Netzkapazitäten zu sorgen.

Insgesamt, so Lorenz, werden ISPs in Europa in diesem Jahr den Marktforschern von Ovum zufolge knapp acht Milliarden Mark umsetzen. Mittelständische Unternehmen tragen zu diesem Volumen jedoch nur geringfügig bei. "Der Mittelstand hat das Potential des Internet noch nicht ausreichend für sich entdeckt", sagte Lorenz. Das soll sich aus Sicht von Uunet nun mit den auf diese Zielgruppe zugeschnittenen Angeboten Office und Corporate ändern.

Mit dem Zusatzdienst Corporate richten sich die Dortmunder an mittelständische und größere Unternehmen, die ihren bestehenden Internet-Diensten eine Lösung zur Anbindung externer Mitarbeiter hinzufügen wollen. Der Service ermöglicht die zentrale Administration der Internet-Anschlüsse sowie die Bereitstellung von bis zu 2000 Einzelplatz-Accounts. Darüber hinaus enthält er Zusatzdienste wie POP-3- Mail-Service mit einer eigenen DE-Domain sowie die Option, für die Teilnehmer bestimmte Zugangszonen fest zu definieren. Außerdem können sich Nutzer in die Uunet-Knoten der Mobilfunknetze D1 und D2 einwählen, die Netze von E-Plus und Viag Interkom sollen laut Lorenz noch in diesem Jahr folgen. Die Option der Einwahl über die Mobilfunknetze gilt für jedes der vier neuen Angebote.

Mit dem Dienst Office zielt Uunet speziell auf Unternehmen mit lokalen Netzwerken, die ihre LANs mit dem Internet verbinden wollen. Zum Leistungsumfang des Angebots zählen ferner 100 MB Speicher für die Firmen-Web-Site, 50 POP-3-Mailboxen beziehungsweise eine SMPT-Anbindung für einen Mail-Server im eigenen Netz. Dadurch kann der Kunde beliebig viele E-Mail-Adressen intern verwalten.

Das Paket Solo richtet sich hingegen an professionelle Einzelplatzanwender. Für diese Kunden reserviert der Internet-Carrier 50 MB Speicher, drei POP-3-Mailboxen sowie eine DE-Domain, die den Firmennamen beinhaltet.

Die Angebotspalette nach unten hin zum Privatkunden rundet Uunet mit dem Service Knuut ab. Dieser Dienst bietet dem Server zu Hause in seinen vier Wänden eine persönliche Homepage, eine POP-3-Mail-Adresse sowie 10 MB für die Homepage.