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16.11.1990 - 

Zukunftsaussichten des PC-Marktes

Cassoni: DV-Hersteller ohne offene Systeme sind verloren

NIZZA (IDG) - DV-Hersteller, die noch immer nicht den strategischen Schwenk zu PCs und offenen Systemen gemacht haben, sind verloren. Diese Ansicht vertrat Vittorio Cassoni, Managing Director bei Ing. C. Olivetti & Co., auf einem PC-Industrie-Meeting in Südfrankreich.

Personal Computer, so der Olivetti-Manager, würden irgendwann nicht mehr ein Teil der DV-lndustrie, sondern diese Industrie insgesamt sein. Als dominierende Prozessorbasis sieht Cassoni auch in den neunziger Jahren CISC-Mikroprozessoren Ó la Intel; nach seinem Urteil hat dagegen "RISC die Chance verspielt", deren Erfolg zu wiederholen.

Der Schlüssel zum künftigen Erfolg in diesem PC-Geschäft liegt für Cassoni gleichwohl weniger in der Halbleiter-Technologie als auf der Anwendungsseite, wobei die Kunden den Trend der Entwicklungen bestimmen würden.

Im Rahmen einer Bewertung der regionalen Märkte sagte Cassoni voraus, die europäischen Anbieter würden sich schneller von der momentanen Schwäche der DV-Industrie erholen als ihre Wettbewerber in Japan und den USA. Gerade amerikanische Companies warnte er, zu optimistisch bezüglich ihrer Chancen in Osteuropa zu sein: "Dieser Markt wird sich sehr langsam entwickeln."

Die PC-Vertriebskanäle erfahren eine Umstrukturierung, folgt man Cassoni. Bis zu 30 Prozent des PC-Geschäftes würden bereits jetzt über den Massen- und Discounthandel abgewickelt. Gleichzeitig nehme die Bedeutung der Value-added-Reseller zu. Die klassischen PC-Fachhändler stünden also sowohl von oben als auch von unten unter Druck. Den Markt kontrollierten die Computerhersteller mit ausgeprägter Kundennähe, also solche mir großen Direktvertriebs-Organisationen. Feststellung des Olivetti-Mannes: "Nur, wer in der Lage ist, sich mit dem Endbenutzer zu identifizieren, wird überleben."