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30.04.1993

CD-ROM ueberholt Online

Diese Nachricht ist neuer Stoff fuer Multimedia-Utopisten. Sie suggeriert einmal mehr das Zusammenwachsen von Disziplinen und Maerkten. Und in der Tat: Wo einst in der Buchhandlung Literatur, Information und Unterhaltung ausschliesslich auf dem Medium Papier verkauft wurden, steht heute die CD oder auch das Video haeufig schon gleichberechtigt im Regal des Medien-Sellers. Oder: Wo vor wenigen Jahren die Silberscheiben nur fuer U- und E-Musik-Fans aus der Fertigung liefen, wundert sich heute keiner mehr ueber Kundschaft aus Industrie und Verwaltung. Denn nach PC und Worstation gewoehnen sich die User mehr und mehr an die Information von der Scheibe. Integrierte CD-ROM-Laufwerke (siehe Marktuebersicht auf Seite 40) scheinen die Regel zu werden, womit die Realtime-Information, die eine Online-Abfrage voraussetzt, ernstzunehmende Konkurrenz bekommt. Die eilige Ad-hoc-Frage kann eben haeufig auch von der CD-ROM beantwortet werden. Die Vergleichszahlen "Online versus CD-ROM" sprechen fuer sich. Das CD- ROM-Umsatzvolumen hat sich von 1991 bis 1992 auf 103 Millionen Mark nahezu verdoppelt; bei Online-Services lag das Wachstum im einstelligen Bereich, doch wurden hier 1992 immerhin 880 Millionen Mark umgesetzt*. Aus diesem Kuchen duerften sich in den kommenden Jahren die Informations-Broker, die auf CD-ROM setzen, einige Segmente herausschneiden. Doch geht es nicht nur um die Substitution aelterer Medien oder eingefahrener Recherche- beziehungsweise Abfragemethoden. In einer Informationsgesellschaft werden mit neuen Medien die traditionellen nicht notwendigerweise obsolet: Die angebotene Information findet einfach weitere Zielgruppen, mehr Distributionskanaele und neue Anwendungsfaelle. Beispiel: Medienintegration in Dokumentation und Archivierung. Unterstuetzt von Multimedia-Software und Standardisierungsgremien wachsen optische Medien auch und gerade im Profibereich in das Stadium des Selbstverstaendliche, wenn auch noch zu hohen Preisen (siehe Gastkommentar "Multimedia - Profi-Tool oder Millionaersspielzeug?", Seite 8). bi

*Studie von Willi Bredemeier fuer die Messe Frankfurt (ISBN 3-7754-0072-9)