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10.06.1988 - 

Betrieblicher Nachhilfeunterricht dauert bis zu drei Jahren:

CDI: Chancen in DV-Jobs für Quereinsteigern

MÜNCHEN (CW) - Eine nicht repräsentative Umfrage führte das Control Data Institut, München, bei ihren Absolventen durch. Gleichzeitig beurteilten Führungskräfte deren Qualifikation. Im Vordergrund des Interesses stand die Frage, warum die Umschüler sich für einen DV-Beruf entschieden haben: Hier wurden vor allem Jobsicherheit. Karrieresprung und besseres Gehalt genannt.

Ein Blick auf die Altersstruktur der Absolventen zeigt, daß es sich in vielen Fällen um "Spätberufene" handelt: Sieben von zehn Teilnehmern sind rund 30 Jahre alt. Die wenigsten von ihnen sind DV-mäßig vorbelastet, sondern kommen aus unterschiedlichen Branchen. Zu diesem Kreis gehören beispielsweise eine Reihe von Akademikern, wobei ehemalige Lehrer mit am stärksten vertreten sind. Durch die Teilnahme an einer etwa einjährigen Vollzeit-Qualifizierungsmaßnahme verdienen sie heute als DV-Fachleute bei einer Bank oder in einem Softwarehaus ihr Brot. Ein ähnliches Schicksal wie die Lehrer teilen derzeit die Sozialpädagogen und Geologen. Auch ihnen schlägt das Arbeitsamt häufig DV-Berufe vor.

Neben den Absolventen, die ihren alten Beruf im Prinzip völlig aufgaben, nutzten viele, vorwiegend kaufmännische Ausgebildete eine momentane Arbeitslosigkeit, um sich weiterzuqualifizieren. Einig waren sich die Befragten darin, daß es bei der Jobsuche wenig Probleme gab. Vor allem Eigeninitiative wie Blindbewerbungen hätten in vielen Fällen Früchte getragen. Obwohl nicht alle Absolventen vorher arbeitslos waren, konnte das Arbeitsamt sehr oft die finanzielle Förderung übernehmen. Als potentielle Arbeitgeber im DV-Bereich gelten nach einer Stellenangebotsauswertung von CDI die Fertigungsindustrie, Unternehmensberatungen, der öffentliche Dienst, der Handel, Computerhersteller, Softwarehäuser, Banken, Versicherungen und Bildungsinstitute. Auch finanziell bedeutet eine Um- oder Weiterqualifizierung in Richtung DV für die meisten einen Gewinn. Zumindest auf längere Sicht bezeichneten die Absolventen ihre Perspektiven in bezug auf die Gehaltsentwicklung als rosig.

Führungskräfte auf dem DV-Sektor stehen den Umschülern mit qualifizierten Abschlüssen aufgeschlossen gegenüber. Sie erwarten beispielsweise neben Fertigkeiten in herkömmlichen Programmiersprachen zunehmend Kenntnisse in Pascal, C oder Forth.

Softwarehäuser wie auch Industrieunternehmen setzen bei Mitarbeitern mit Umschulungs-Qualifikation immer auch auf die hauseigene Schulung. Entscheider gehen nämlich davon aus, so ein CDI-Ergebnis, daß ein neu eingestellter Absolvent einer Computer-Bildungsstätte erst bis zu drei Jahre "am konkreten Objekt durch die Praxis geformt" werden müsse, ehe er alle Anforderungen erfüllen könne.

Alle befragten Führungskräfte legten großes Gewicht auf übergreifende Qualifikation. Zudem gehören Fachwissen und die Fähigkeit, Zusammenhänge zu überschauen sowie in komplexen Strukturen denken zu können, bei den Anforderungen immer zusammen. Schließlich dürfen kommunikative Fähigkeiten nicht zu kurz kommen: Umschüler müssen auch "ins Team passen".