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26.02.1982 - 

Herstellerunabhängigkeit erweist sich als Expansionshemmnis:

CDL-Einsatz verlangt gründliche Ausbildung

BERLIN (je) - So etwas wie ein Geheimtip für professionelle hersteller- und maschinenunabhängige Softwareentwicklung ist die CDL-Softwaretechnologie, die die Berliner Epsilon GmbH anbietet. Dies jedenfalls meint Bernhard Böhringer, der die Berliner wissenschaftlich berät. Böhringer räumt jedoch auch ein: Da die gesamte Technologie herstellerunabhängig ist, hat sie bisher wenig Verbreitung gefunden.

Die Sprache und Programmiermethodik CDL 2 (Compiler Description Language) wurde seit 1970 an der Technischen Universität Berlin und an der Universität im holländischen Nymwegen entwickelt; die Programmierumgebung "CDL2-Labor" entstammt einem BMFT/Siemens-geförderten Projekt. Mit dieser Technik, wurden und werden entwickelt:

Böhringer:"Durch die intensive Entwicklung an Universitäten und den Einsatz bei technologisch führenden Anwendern bietet die CDL-Softwaretechnik Vorteile, wie sie bisher von kaum einer anderen Sprache und Methode realisiert sind." Dazu zählt er:

- semantische Überprüfung von Programmen,

- Schnittstellenüberprüfung,

- maschinenunabhängige und -abhängige Optimierung auch über Modulgrenzen hinweg,

- interaktive Konfigurierung und Overlay-Segmentierung von Systemen,

- Mehrbenutzerentwicklungsumgebung,

- Portabilität auf eine große Gruppe von Groß- und Mikrorechnern.

Nach Angaben Böhringers entsprechen die genannten Features in ihrem Umfang weitgehend den Anforderungen an moderne Systemimplementierungssprachen wie Ada oder Apse, sind jedoch, wie er betont, keine Zukunftsmusik, sondern einsatzreife Technologie.

CDL2-Technologie kann nach Überzeugung der Berliner Softwarekosten senken helfen, und zwar bei der Entwicklung und mehr noch bei Wartung und Weiterentwicklung. Davor aber, sagt Epsilon unumwunden, liegt als wesentliche Hürde der erforderliche hohe Qualifikationsstand der Programmierer. Epsilon bietet daher Kurse und Einsatzunterstützung an.

Für den Kunden und Anwender, glaubt Epsilon, macht sich der CDL2-Einsatz durch geringeren Entwicklungsaufwand und höhere Systemqualität bezahlt: Die Software sei portabel und effizient, biete höhere Sicherheit bei geringerem Wartungsaufwand und habe längere Lebensdauer.

Fast wie Assembler

Epsilon projektiert und entwickelt Software auch für Minis und Mikros. Für diese Rechnerklasse kommt, wie die Berliner hervorheben, eine Eigenschaft von CDL2 besonders zum Tragen: die Möglichkeit, Programme fast so effizient wie in Assembler und dennoch portabel zu schreiben. Für den Anwender heiße das. Er bleibt unabhängig von einer bestimmten Hardware; sein System kann von neuen Hardwareentwicklungen profitieren und mit neuen Aufgaben wachsen.

Für CDL2 existiert ein Compiler auf IBM/360/370 (OS, VM/CMS), DEC-PDP 1 1 (Unix, RSX), CDC/Cyber, Telefunken TR440, Siemens 7000 (BS2000) und DEC-VAX11 (VMS). CDL2-Labor ist verfügbar auf IBM/370 (VM/CMS), Siemens 7000 (BS2000) sowie DEC-VAX11 (VMS). Codegeneratoren existieren für IBM/360/370, Siemens 7000, PDP11 (Unix/Macroll), Dietz/Mars, CDC-Compass, TR440-TAS, VAX11- Macro, Nixdorf 8870, Motorola 6809/68000, Intel 8080, Z80 und M6502. Weitere Übertragungen und Codegeneratoren, heißt es, sind geplant.

Informationen:Epsilon Gesellschaft für Softwaretechnik und Systementwicklung mbH, Otto-Suhr-Allee 22, 1000 Berlin 10,

Telefon: 0 30/3 41 90 08.