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22.08.1980 - 

Gscheidle verteidigt seine Unternehmenspolitik:

CDU moniert Netzmonopol der Post

22.08.1980

BONN (vwd) - Die Post übe die Funktion eines Bremsklotzes in den neuen Kommunikationstechnologien aus und gefährde damit Tausende von Arbeitsplätzen; mit derartigen Angriffen forderte der medienpolitische CDU-Sprecher Christian Schwarz-Schilling eine Lockerung und teilweise Aufhebung des Netzmonopols der Bundespost.

Ferner müsse sich die Post aus dem Wettbewerb im Endgerätemarkt zurückziehen und der "Verkabelungsstopp" unverzüglich aufgehoben werden, unter anderem, um die mittelständische Kommunikationsindustrie nicht zu gefährden.

Bundespostminister Kurt Gscheidle wies die Kritik zurück: Die Unternehmenspolitik der Post fördere im Gegenteil die internationale Wettbewerbsfähigkeit und sichere die Arbeitsplätze. Ferner werde die Entwicklung der Technik und neue Dienstformen durch die umfassende Netzträgerschaft der Post günstig beeinflußt; der technische Trend gehe eindeutig in Richtung e in e s integrierten Kommunikationsnetzes für alle Übertragungsarten. Dieses werde aber technisch sinnvoll und wirtschaftlich nur von einer Stelle geplant, errichtet und betrieben werden können, nämlich von der Deutschen Bundespost. Ein Ausschluß der Post von bestimmten Technik-Bereichen, zum Beispiel von den Endgeräten, würde die Weiterentwicklung der Dienstleistungen national und international erheblich behindern.

Die Post brauche ihre umfassende Zuständigkeit, um technisch kompetent zu bleiben und um ein modernes Fernmelde- und Postwesen in der Bundesrepublik zu sichern. Im übrigen wäre ein Ausschluß der Post von Endgerätemärkten gerade für viele mittelständische Betriebe, die heute als Auftragnehmer für die Post arbeiten, schädlich. Der Marktanteil ginge mit Sicherheit auf die großen Herstellerfirmen von Fernmeldegerät, insbesondere auf ausländische Firmen über, meinte Gscheidle.