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12.07.2002 - 

Laufen der Fachmesse die Aussteller weg?

CeBIT 2003 peilt stärker als bisher Endkunden an

MÜNCHEN (CW) - Die CeBIT erweitert im kommenden Jahr ihre Themenpalette. Im nächsten Jahr werden digitale Kameras, Spielekonsolen, Videogeräte und andere Consumer-Produkte gezeigt. Der Veranstalter bestreitet jedoch, dass rückläufige Ausstellerzahlen der Grund dafür sind.

Die CeBIT 2003 soll "total digital" werden, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung der Deutschen Messe AG. Konkret bedeutet das für die vom 12. bis 19. März 2003 in Hannover stattfindende Veranstaltung eine Erweiterung um Themen, die vor allem für Endkunden interessant sind. Dazu gehört beispielsweise die digitale Fotografie.

Dieser Themenkomplex und das damit verbundene Umfeld (Video- und Spezialkameras, Profi-Equipment sowie Fotostudio- und Projektionssysteme) wird nächstes Jahr in Halle 1 zu finden sein. Daneben kommt der Schwerpunkt "Home Automation" hinzu. Hinter diesem Begriff verbirgt sich neben Produkten für die Heimsicherheit und Steuerungssystemen für die Gebäudeautomatisierung vor allem Consumer Electronics wie digitale Fernseher, Spielekonsolen, Videogeräte sowie Audio, Hi-Fi und Car-Audio. Das sind Themen, die bisher vor allem von der alle zwei Jahre in Berlin stattfindenden Internationalen Funkausstellung (IFA) behandelt wurden. Auch die CeBIT selbst hatte sich mit ihrer Veranstaltung CeBIT Home in den Jahren 1996 und 1998 erfolglos an der Präsentation dieser Themen versucht.

Ebenfalls stärkere Beachtung findet auf der CeBIT 2003 die Druckvorstufe mit elektronischen Systemen, 3D-Bildbearbeitungs- und -Satzaufbereitungsprogrammen sowie Bilderfassungssoftware für elektronische Publikationssysteme. Damit tritt die Messe auch in verstärkte Konkurrenz zu etablierten Fachmessen wie Photokina und Drupa.

Spielekonsolen offiziell im Themenkatalog

Neu konzipiert wurde zudem das Fachhandelszentrum "Planet Reseller" in Halle 25. Es besitzt einen für alle Besucher zugänglichen Außenbereich sowie einen exklusiven Innenbereich, der akkreditierten Fachhandelspartnern vorbehalten bleibt.

Gegenüber der COMPUTERWOCHE wehrt sich eine Sprecherin der Deutschen Messe gegen den Verdacht, die Ausweitung des Themenspektrums sei auf sinkende Zahlen bei den Fachausstellern zurückzuführen. Es sei zum jetzigen Zeitpunkt noch viel zu früh, Aussagen in diese Richtung zu treffen.

Die Erweiterung sei vielmehr im Rahmen der üblichen, jährlich stattfindenden Überprüfung der Nomenklatur erfolgt und "nichts Ungewöhnliches". Viele der Produkte, die im nächsten Frühjahr stärker in den Vordergrund rücken, seien bislang auch schon auf der Messe gezeigt worden, allerdings keine offiziellen Bestandteile der CeBIT-Themenpalette gewesen.

Eine Ausnahme stellen der Sprecherin zufolge Spielkonsolen wie "X-Box", "Playstation" oder "Gamecube" dar. Nach dem Gerangel zwischen Sony und Microsoft in diesem Jahr sind diese interaktiven Geräte jetzt offiziell in den Themenkatalog der CeBIT aufgenommen und dürfen im nächsten Jahr nun gezeigt werden. Das bedeute aber keinen neuen Anlauf, die CeBIT Home wiederzubeleben, PC-Spiele beispielsweise bleiben in Hannover nach wie vor außen vor.

Ansonsten gleichen die Schwerpunktthemen im Wesentlichen denen der diesjährigen Messe - hier finden sich "IT Equipment & Systems", "Telecommunications & Networks", "Software & Services" (auf Wunsch der Branche wurde hier "IT Engineering Solutions" integriert), "Automatic Data Capture, Vision Systems & Voice Processing", "IT Security & Card Technology", "Future Park - Business meets Research and New Technologies" sowie der "CeBIT Job & Career Market". Für Letzteren bietet der Veranstalter im Rahmen eines neuen Konzepts interessierten Unternehmen ein Gesamtpaket aus komplett ausgestatteter Standfläche, Online-Stellenbörse, Beteiligung am Vortragsforum, Nutzung von Besprechungsräumen und Interview-Centern bis hin zum Catering an. (ave)