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Besucherzahlen sind kaum abschätzbar

CeBIT America startet in schwieriger Zeit

20.06.2003
MÜNCHEN (CW/IDG) - Unter denkbar schlechten Vorzeichen öffnete am 18. Juni 2003 erstmals die CeBIT America ihre Pforten. Trotz vieler Unwägbarkeiten gibt sich der Veranstalter zuversichtlich, das Konzept der Hannoverschen IT-Show auf den US-amerikanischen Ableger in New York City übertragen zu können.

Dass sich die Weltkonjunktur im ersten Halbjahr 2003 noch nicht entscheidend erholt haben würde, dürfte der Deutschen Messe AG klar gewesen sein, als sie sich für die Ausrichtung der CeBIT America entschied. Doch dann kam der Irak-Krieg hinzu, gefolgt von den Hiobsbotschaften um SARS-Erkrankungen, die zu erheblichen Reiseeinschränkungen vieler international tätiger Unternehmen führten.

Das alles mache es äußerst schwierig, Prognosen zu den Besucherzahlen abzugeben, sagt Anja Brokjans von der Deutschen Messe AG. Deren Tochtergesellschaft, Hannover Fairs USA Inc., rechnete laut US-Medienberichten noch vor einem Jahr mit rund 40000 Besuchern. Heute sei man froh wenn es gelinge, 20000 Interessierte in das Jacob Javits Center in New York City zu locken.

Zumindest was die Zahl der Aussteller angeht, haben sich die Erwartungen der Hannoveraner im Großen und Ganzen erfüllt. Vier Tage vor Beginn der Messe standen rund 400 Unternehmen auf der Liste, darunter Branchenschwergewichte wie Hewlett-Packard (HP), IBM, Sun Microsystems und 3Com. Etwa 300 Aussteller haben ihren Hauptsitz in den USA, unter den 100 internationalen Anbietern aus 14 Ländern finden sich den Angaben zufolge 30 deutsche Unternehmen.

Man versuche, das erfolgreiche Konzept der deutschen CeBIT auf die US-Veranstaltung zu transferieren, erklärt Brokjans. Allerdings unterscheide sich die US-Veranstaltung durch ein umfangreiches Rahmenprogramm. Neben dem Future Park, der schon in Hannover als Forum für neue Technologien diente, organisierte die Messeleitung in Kooperation mit Cnet Networks ein breitgefächertes Konferenzprogramm. Hinzu kommt die diesjährige Fachtagung des Business Council für die Vereinten Nationen zum Thema "Bridging the Global Digital Divide". Solche zusätzlichen Angebote seien für US-Besucher fast wichtiger als die eigentliche Messe, so der Veranstalter.

Obwohl die CeBIT America grundsätzlich das gesamte Spektrum der Informations- und Kommunikationstechnik abdecken will, kristallieren sich auf Ausstellerseite einige Schwerpunkte heraus. So spielen insbesondere Wireless-Produkte und andere Systeme zum Thema Mobilität eine große Rolle in den Ankündigungen und Demonstrationen. HP beispielsweise präsentiert neue Handheld- und Notebook-Modelle, Microsoft startet gemeinsam mit Partnern wie Toshiba und Intel eine Marketing-Offensive für seine Tablet-PC-Software. Palmsource stellt Techniken und Produkte zu den Themen Enterprise Mobility und Sicherheit vor. Etliche Anbieter, darunter Seagate, Adaptec und Sony Electronics, zeigen zudem neue Speicherprodukte.

Schwarze Zahlen?

Ob sich die neue IT-Show unterm Strich rechnet, ist derzeit noch nicht absehbar, lässt die Messeleitung erklären. Für die erste Veranstaltung erwarte man "nicht unbedingt gleich schwarze Zahlen". Mark Dineen, Managing Director der CeBIT America, übt sich in Optimismus: "Es handelt sich um eine langfristige Investition". Zumindest die Pläne reichen also weiter in die Zukunft. Für das New Yorker Jacob Javits Convention Center haben die Veranstalter einen fünfjährigen Reservierungsvertrag unterzeichnet. (wh)