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Zwischenbilanz von der CeBIT 2008


06.03.2008 - 

CeBIT-Chef Raue: "Bei den Ausstellern brummt es"

Mit mehr als 200.000 Besuchern ziehen die Messemacher von der CeBIT nach knapp drei Tagen eine positive Bilanz. CeBIT-Chef Ernst Raue betonte, das neue Konzept komme bei Unternehmen und Gästen sehr gut an.

Die Aufteilung der CeBIT in die Bereiche Business Solutions, Public Sector und Home & Mobile Business erweist sich offenbar als Erfolg. Zur Halbzeit sagte Ernst Raue, Vorstandsmitglied der Deutschen Messe AG, die CeBIT sei mit rund 200 000 Besuchern an den ersten drei Tagen sehr gut gestartet. Die Veranstaltung bewähre sich als Treffpunkt der "Führungselite der internationalen ITK-Branche".

"Bei unseren Ausstellern brummt es auf den Ständen", so Raue. "Es wurden deutlich mehr Kontakte als im Vorjahr geknüpft, mit sehr hoher Qualität." Im Gespräch mit der COMPUTERWOCHE betonte der Messemacher noch einmal, wir richtig und wichtig es gewesen sei, die CeBIT auf ein neues Fundament zu stellen und "marktgerechter" zu werden. "Die Riesenstände von früher stammten aus der Zeit der 90er Jahre. Sie waren nach heutigen Maßstäben überdimensioniert und zu teuer."

Aussteller sind da, wo die Kunden es erwarten

Mit dem neuen Messekonzept könnten die Aussteller dort präsentieren, wo ihre Klientel es erwarte – beispielsweise im Handelsbereich Planet-Reseller, im Green IT Village oder im Public Sector. Das führe für die Unternehmen keineswegs zu höheren Kosten, im Gegenteil: "Die mittlere Beteiligungsgröße an der CeBIT ist kleiner geworden", so Raue. Die Präsenz in Hannover sei damit preiswerter als früher.

August-Wilhelm Scheer, Präsident des ITK-Branchenverbands Bitkom, bestätigte den positiven Eindruck. Die neue CeBIT habe ihre Feuertaufe bestanden. Ein deutliches Plus an Qualität und Effizienz sei allenthalben spürbar. Dazu hat offenbar der Verband selbst, dessen Mitglied die Deutsche Messe AG ist, erheblich beigetragen: Im CW-Gespräch sagte Raue, dass - neben der posiven Konjunkturentwicklung - die gemeinsame Konzeptentwicklung der Hersteller unter dem Dach des Bitkom zu dem Erfolg geführt habe. "Wir sind alle positiv überrascht, wie sehr die neue Kunden- und Nutzerorientierung zieht."

Sieht die CeBIT wieder auf dem richtigen Weg: Ernst Raue, Vorstandsmitglied der Deutschen Messe AG
Sieht die CeBIT wieder auf dem richtigen Weg: Ernst Raue, Vorstandsmitglied der Deutschen Messe AG
Foto: Deutsche Messe AG

Die Messemacher feiern auch ihr erstmals gestartetes, breites Konferenzprogramm, das in jedem Fall 2009 fortgesetzt und ausgebaut werden soll. Die CeBIT könne sich so international als Plattform für Wissensvermittlung und Know-how-Transfer bewähren.

Auch die branchenbezogene Ansprache der Besucher erweise sich als richtig. Laut Raue waren an den ersten Messetagen rund 700 Bürgermeister und Landräte auf der CeBIT, um sich neueste Trends im "Public Sector Parc" anzusehen. Rund 450 Experten der Volks- und Raiffeisenbanken hätten sich die "Bank der Zukunft " in Halle 17 angeschaut. Auch Entscheidungsträger aus der Automobilbranche seien im großen Stil angerückt.

Aussteller verteilen Eintrittskarten

In diesem Jahr haben die CeBIT-Macher besonders viele Tickets über die Aussteller verteilt. Wie die Messeleitung betont, hätten diese dafür gezahlt. Raue begründete den Schritt mit der besseren Besucherqualität. "Unsere Aussteller wissen am besten, welche Kunden sie da haben wollen." Die Chance eines gezielten "Match-Making" hätten die Unternehmen dazu bewogen, die Tickets zu kaufen.

Eine wichtige Rolle im neuen Messekonzept spielt die Qualifizierung der Besucher. Raue sagte gegenüber der COMPUTERWOCHE, insgesamt 400 000 Registrierungen seien im Vorfeld der CeBIT und auf der Messe selbst bislang eingegangen. Besucher können sich im Internet anmelden und Daten etwa zu ihren Fach- und Interessensgebieten eingeben. Im Gegenzug gelangen sie zu vergünstigten Konditionen auf die Messe. Mit diesem Verfahren habe man auch gezielt zu den insgesamt über 1000 Konferenzen einladen können.

Auf diesem Weg wollen die Messemacher weitermachen. Die CeBIT soll dabei auch als digitale Dauerausstellung im Internet ihr virtuelles Pendant finden. Aufsetzend auf der gewaltigen Datenbasis ließen sich Interessenten für Einzelthemen gezielt – und unter Wahrung der Datenschutzgesetze – ansprechen.

Mit Spannung erwarten die CeBIT-Macher nun das Wochenende, auf dem vor allem Endbenutzer und potenzielle IT-Fachkräfte auf ihre Kosten kommen sollen. Aussteller Intel beispielsweise werde seinen Stand in der Nacht zum Samstag kräftig umbauen, sagte Raue. Am Samstag, dem Weltfrauentag, werde die Messe außerdem gezielt das weibliche Geschlecht ansprechen. Frauen kommen kostenlos auf die CeBIT und werden mit einem besonderen Programm umgarnt. Laut Raue gibt es bereits 7000 Anmeldungen dafür. (hv)

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