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28.08.1998 - 

Unterhaltungselektronik-Hersteller bleiben Hannover fern

CeBIT Home: Hoffen auf den Soho-Markt und Computerspiele

Als die von der CeBIT abgespaltene CeBIT Home vor zwei Jahren ihre vielbeachtete Premiere gab, war noch viel von der Verschmelzung zwischen Unterhaltungselektronik, Telekommunikation und IT die Rede. Heute hat sich so manche heißdiskutierte Vision deutlich abgekühlt, was jetzt auch der CeBIT-Home-Veranstalter zu spüren bekam. Von der nach wie vor in immensen Schwierigkeiten steckenden Unterhaltungs-elektronik-Branche blieben bis auf Sony und Loewe Opta alle großen Namen der Messestadt an der Leine fern. Aber auch aus dem TK- und IT-Bereich geben sich 1998 weniger Anbieter und Hersteller als noch vor zwei Jahren ihr Stelldichein in Hannover.

Deutsche Messe AG meldet Ausstellerrückgang

Konkret mußte die Deutsche Messe AG gegenüber 1996 einen Ausstellerrückgang von 632 auf 586 hinnehmen. Entsprechend schrumpfte auch die Ausstellungsfläche von 52248 auf 48370 Quadratmeter. Und mit ihr die Erwartungen des Veranstalters in puncto Besucher: 200000 statt rund 215000 (1996) Endverbraucher und Händler sollen sich bis zum 30. August schwerpunktmäßig über die Themen Computerspiele, private Telekommunikation, Electronic Commerce sowie Digitaltechnik fürs Fernsehen informieren können.

Hubert Lange, Chef der Deutschen Messe AG, wollte in dem Fernbleiben von Grundig, Philips, Panasonic & Co. kein "grundsätzliches Votum" gegen die CeBIT Home sehen. Man erkläre sich das Pausieren besagter Hersteller vielmehr mit der schwierigen Geschäftslage der Branche. Die Etablierung einer Elektronikmesse für Konsumenten neben der das professionelle Publikum ansprechenden CeBIT sei richtig gewesen. Das habe auch eine Analyse aus dem Jahr 1996 ergeben, wonach 74 Prozent der Besucher private Konsumenten waren. In besseren Jahren der Unterhaltungselektronik sei jedenfalls auch die angestrebte Ausstellerzahl von "700 plus x" zu erreichen, hieß es in Hannover.

Einstweilen will man sich mit Themen wie Computeranwendungen für den Haushalt und kleine Betriebe über Wasser halten. Und mit der Herausstellung eines vermeintlichen Zukunftsmarktes - dem "Digital Entertainment". Das Geschäft mit Computerspielen hat sich demnach mittlerweile von einem belächelten Nischenmarkt zu einer ernsthaften Konkurrenz für klassische Unterhaltungsmedien wie Kino und Fernsehen entwickelt. Branchen-Analysten schätzen die Umsätze der einschlägigen Software-Anbieter allein in Europa auf jährlich rund 4,5 Milliarden Dollar.

Daß auch dieser Markt letztlich nur im Zusammenhang mit den entsprechenden Endgeräten boomt, machte Hermann-Josef Lamberti, stellvertretender Vorsitzender des Fachverbands Informationstechnik im VDMA und ZVEI, deutlich. Nach jüngsten Erhebungen des Verbandes dürfte der PC-Absatz in Deutschland weiter wachsen. So sei bis Ende 1999 mit einem Anstieg der jährlichen Verkaufszahlen auf rund 5,5 Millionen Einheiten zu rechnen.