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25.02.2010 - 

Microsoft-Deutschlandchef Achim Berg

CeBIT mit erfolgreicher Kehrtwende

Die CeBIT hat nach Einschätzung von Microsoft-Deutschlandchef Achim Berg in schwieriger Zeit erfolgreich eine Kehrtwende vollzogen.
Achim Berg, Microsoft-Deutschlandchef und BITKOM-Vize
Achim Berg, Microsoft-Deutschlandchef und BITKOM-Vize
Foto: Microsoft

"Eine reine Business-Messe funktioniert nicht mehr, das hat sich seit zwei, drei Jahren deutlich abgezeichnet", sagte Berg am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur dpa. Die Messe habe sich inzwischen wieder massiv neuen Themen geöffnet, darunter auch dem Markt für Verbraucher. "Für uns ist die CeBIT eine richtige Perle."

Für viele Innovationen gäben heute die privaten Verbraucher den Anstoß, die erst dann im Geschäftsumfeld Einzug hielten (Gartner nannte dies schon geraumer Zeit die "Konsumerisierung der IT"). So sei die wachsende Verbreitung von Smartphones oder Kommunikationswegen wie Instant Messaging von privaten Nutzern erst auf den Weg gebracht worden, sagte Berg. "Das hat die CeBIT verstanden, das sehen wir extrem positiv."

Seit vielen Jahren hatte die Leitmesse immer wieder versucht, Consumer Electronics von der Messe fernzuhalten, um sich im wachsenden Konkurrenzumfeld besser als Business-Messe zu profilieren. So musste einst auch Sony seine Spielekonsole "PlayStation" vom CeBIT-Stand entfernen - nach einer Beschwerde von Microsoft, dem es ebenfalls untersagt worden war, seine "Xbox" auszustellen.

Auch in diesem Jahr ist die Zahl der Aussteller weiter zurückgegangen. Mit 4157 Unternehmen aus 68 Ländern kommt der Veranstalter Deutsche Messe AG auf die niedrigste Teilnehmerzahl seit 20 Jahren. Allerdings konnte die Messe für dieses Jahr rund 300 neue Firmen gewinnen, die etwa wie Google oder der Online-Einzelhändler Amazon teilweise auch zum ersten Mal nach Hannover kommen.

Microsoft will sich auf der in der kommenden Woche beginnenden Messe mit 50 Partnern präsentieren. Eines der absoluten Topthemen für das Unternehmen sei das Cloud Computing in allen Variationen. Dabei zeigt Microsoft verschiedene Lösungen, mit denen Daten statt auf Servern oder Computern in die "Wolke" Internet (Cloud) ausgelagert werden. Mit im Gepäck wird der Softwarehersteller auch sein neues Betriebssystem Windows 7 haben, das seit Oktober 2009 den Aufschwung in der PC-Branche wesentlich mit angestoßen hatte. (dpa/tc)

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