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17.03.2014 - 

Der CP-Querschläger

CeBIT professionell – Panzer statt Tütenläufer!

ist seit vielen Jahren ein fester Bestandteil von ChannelPartner. Regelmäßig berichtet unser Autor über das, was einem kleinen Reseller in der großen ITK-Landschaft widerfährt. Manchmal überspitzt, aber immer auf den Punkt gebracht. Der Querschläger lebt und arbeitet als Fachhändler in Rheinland-Pfalz.
Der "Querschläger" zieht sein persönliches Fazit zur Berichterstattung über die CeBIT. Er plädiert dafür, den Samstag und Sonntag wieder als Messetage einzuführen und begründet dies.

Keine Sorge, ich werde nicht über Uli Hoeneß schreiben. Vor allem nicht, weil doch mein Chef ein "Roter" ist. Andererseits scheint durch die Berichterstattung, oder besser gesagt, durch boulevardesk inszenierte Nachrichten-Soaps, ein wenig Interesse von der CeBIT 2014 Richtung Bayern abgelenkt worden zu sein. Dazu ist da noch dieses verschwundene Flugzeug, und laut Katastrophen-TV steht auch wieder der Russe vor der Tür. Da blieb für die CeBIT gerade Mal so viel Zeit, um ein verbogenes Smartphone in die Kamera zu halten und unsere Bundesmutti beim Stände-Defilee mit NSA-Abhör-Kumpel Cameron (GCHQ) abzulichten.

CeBIT 2014 Halle 4 16 zu 9
CeBIT 2014 Halle 4 16 zu 9
Foto: Deutsche Messe

Es ging wohl um so etwas wie ein europäisches Internet - was immer das auch sein soll. Eine Art teilweise Reisefreiheit für Daten innerhalb Europas? Etwa so ähnlich, wie einst DDR-Bürger nur in sozialistisch befreundete Länder reisen durften. Vielleicht ging es nicht nur um die Kontrolle woher und wohin die Daten wandern, sondern um Kontrolle überhaupt. Edward Snowden, ansonsten auf jedem einigermaßen wichtigen IT-Event per Videoschalte anwesend, war anscheinend nur indirekt ein Thema, vielleicht auch um eventuelle Cloud-Geschäfte nicht zu behindern. Gut, dass es sich Steve Wozniak nicht nehmen ließ, Snowden zu ehren. Aber auch hiervon hörten Besucher, wie auch Daheimgebliebene nur Worthäppchen.

Einst waren Samstag und Sonntag die Tage, an denen sich auch kleine Unternehmen, Berater oder Admins informieren konnten, die sonst im Tagesgeschäft gefangen sind. Was an der CeBIT ohne diese Messetage "professioneller" sein soll, erschließt sich mir momentan noch nicht, aber Herr Frese von der Deutschen Messe AG wird uns schon noch erklären, wie toll dieser "Neustart" mit gerade einmal 210.000 Besuchern gelang und das Hannover, wie auch sonst immer, auf dem richtigen Weg sei. Nun, Platz um weitere Hightech-Panzer auszustellen ist massenweise vorhanden.

Mein Fazit: Die Gamescom in Köln zählte 2013 um die 340.000 Besucher, die IFA in Berlin 240.000, die "Labermesse" Systems zu ihrer besten Zeit 2000 knapp 150.000. Diese Zahlen sprechen für sich!

Bis demnächst, EuerQuerschläger!

(Der ChannelPartner-Autor "Querschläger" ist ein Fachhändler aus Rheinland-Pfalz.)

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