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17.01.2008

CeBIT zwischen Hoffen und Bangen

Die weltgrößte IT-Messe setzt 2008 gezielt auf B-to-B und Nachwuchsförderung.

Politik und Glamour kommen auf der CeBIT 2008 nicht zu kurz. Zur Eröffnungsfeier am 3. März geben sich neben Bundeskanzlerin Angela Merkel auch Wirtschaftsminister Michael Glos, EU-Kommissionspräsident Josè Manuel Barroso, Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy sowie mehrere französische Minister die Ehre. Am interessantesten für die IT-Fachbesucher dürfte aber die angekündigte Keynote von Microsoft-Chef Steve Ballmer werden.

Der in den vergangenen Jahren stetige Rückgang der Aussteller- und Besucherzahlen verlangte schon länger nach einer konsequenten Neuausrichtung der weltgrößten IT-Messe. Bei bislang 5500 angemeldeten Ausstellern aus immerhin rekordverdächtigen 75 Ländern ist 2008 aber keine Kurskorrektur nach dem alten Zählprinzip zu erwarten: Im Vorjahr waren es bei Messestart insgesamt 6153 Aussteller, dazu zählte die Deutsche Messe AG 480 000 Besucher. CeBIT-Chef Ernst Raue will die Messe vor dem inhaltlichen Zerfall bewahren und setzt daher stärker auf eine thematische Vertikalisierung: "Wir haben zunehmend Aussteller, die nicht mehr einen großen, sondern viele kleine Stände in verschiedenen Hallen aufbauen", sagte Raue.

Fit werden für die IT

Der CeBIT-Chef betonte die steigende Bedeutung des Erfahrungsaustauschs unter den Unternehmenskunden. So sollen in diesem Jahr einige Hallen in Tagungsbereiche umgewandelt werden, damit die steigende Nachfrage nach Seminaren und Workshops im Rahmen der Messe erfüllt werden kann. "In Zukunft werden wir weiter große Flächen in Seminarbereiche umwandeln, da das bisherige Konferenzzentrum bei weitem nicht mehr ausreicht", kündigte Raue an.

Unterstützung bekam er von Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer: "Es ist wichtig, die CeBIT nicht herunterzureden", sagte der IDS-Scheer-Gründer. Raue und Scheer erwarten in diesem Jahr einen starken Andrang von jungen IT-Spezialisten, die der Einladung zum Messebesuch am neuen Abschlusswochenende nachkommen werden. Am Samstag und Sonntag stehen neben Privatanwendern und Mittelständlern Schüler, Studenten und Absolventen im Fokus des Veranstalters, der mit mehr Personal- und Karriere-Angeboten aufwarten wird. "Die Abbrecherquote unter deutschen Informatikstudenten von 50 Prozent ist ein Skandal", wetterte Scheer. Der Nachwuchsmangel bremse das Wachstum des Marktes, warnte der Bitkom-Präsident. 43 000 Stellen in der IT-Branche seien derzeit unbesetzt, weil Fachwissen fehle. Die CeBIT als größter Branchen-Treffpunkt ihrer Art müsse einen entscheidenden Beitrag leisten, diese Entwicklung umzukehren.

Die am Eröffnungstag in Hannover versammelte Prominenz wird der kränkelnden CeBIT ohne Zweifel neuen Glanz verleihen. Ob sie ihr auch langfristig Auftrieb verschafft, bleibt abzuwarten. (Simon Hülsbömer)