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29.11.2004

Cell-CPU fürs traute Heim

Prozessor für das digitale Wohnzimmer.

IBM, Sony und Toshiba haben im gemeinsamen Labor in Austin, Texas, den Prozessor Cell fertig gestellt, der primär für den Einsatz in digitaler Unterhaltungselektronik gedacht ist. Mit seiner Entwicklung hatten die drei Unternehmen 2001 begonnen. Im nächsten Jahr soll die Fertigung in zunächst kleinen Stückzahlen anlaufen. IBM und Sony haben je 400 Millionen Dollar in die Cell-Entwicklung gesteckt; Sony hat weitere 325 Millionen für die Fertigung in Big Blues Chipfabrik in East Fishkill, New York, zugesagt.

Der Cell ist ein Multicore-Chip. Er enthält einen 64-Bit-Prozessor nach IBMs "Power"-Architektur und weitere Rechenkerne, die vor allem dazu dienen, Fließkomma-Berechnungen zu beschleunigen, die bei breitbandigen Mediaanwendungen anfallen. Cell soll vor allem Intel in den digitalen Wohnzimmern der Zukunft Konkurrenz machen. Der Chip-Marktführer setzt hier im Kern auf den Pentium und ein Set von Koprozessoren.

Das erste Produkt auf Cell-Basis ist der Prototyp einer Workstation von IBM und Sony. Dieses Rack-System nutzt die Fähigkeit des Prozessors zur Parallelverarbeitung. Dank dieser fungiert ein Cluster von Cell-CPUs wie eine große Parallel-Prozessor-Einheit. Ein Rack voller Cell-Workstations soll es auf eine Leistung von 16 Teraflops bringen, Platz 13 in der Liste der stärksten Supercomputer der Welt. Dieses System könnte zum Erstellen digitaler Filme dienen.

Doch bei den meisten Cell-basierenden Systemen dürfte es sich später um Unterhaltungselektronik für Privatanwender handeln. Sony und Toshiba wollen 2006 HDTV-Fernseher (High-Definition TV) auf Basis des Cell auf den Markt bringen. Cell dürfte außerdem das Herzstück der dritten Generation von Sonys Spielekonsole "Playstation" bilden. Deren Erscheinungstermin hat Sony bislang nicht verraten, Experten erwarten die PS3 aber nicht vor dem Jahr 2006. (ls/tc)