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18.02.1977 - 

COM kommt wieder auf den Schreibtisch:

CGM GmbH, Berlin, will es beweisen

Hinreichend bekannt und auch nicht mehr angezweifelt wird seit einigen Jahren der Vorteil des COM-Verfahrens, wenn es darum geht, die Papierflut einzudämmen, dem Auseinanderbersten von Archivschränken Einhalt zu gebieten oder - wie früher üblich - statt zentnerschwerer Endlossätze leichte Mikrofiche zu versenden. An die Stelle eines echten Informationsmediums für das Management - wie es bei der anfänglichen COM-Euphorie geplant war - ist der Bildschirm getreten, das echte Fenster zum Computer. Der COM-Output wird sprichwörtlich "ins Archiv gesteckt".

Offensichtlich unterbewertet aber wurde eine Ausgabetechnik, der man heute wieder Aufmerksamkeit schenkt: die COM-Graphik. Den Anwendungsmöglichkeiten mit dieser Art von Mikrofilmausgabe widmet sich seit September 1976 eine Berliner Firma: Die CGM Computergraphik auf Mikrofilm GmbH, ein Service-Unternehmen ohne eigene Anlage. "Denn" - so der Geschäftsführer H. Wilck - "um sowohl kommerzielle wie auch technisch-wissenschaftliche Anwendungen zu realisieren, müßte man einen ganzen, GeräteparkÆ haben, dadurch würde die Sache unrentabel." Um trotzdem auf all diesen Systemen arbeiten zu können, hat Wilck sich freie Kapazität bei verschiedenen Anwender-Firmen gemietet, bei Bedarf bringt er nur die Software und vom Kunden angelieferte alphanumerisch aufbereiteten Bänder mit. Erstellt werden können alle Arten von graphischen Statistiken; für den kommerziellen Bereich besonders von Interesse sind Umsatzstatistiken für das Management, denn was früher mühsam aus Endloslisten gelesen und per Hand aufgezeichnet werden mußte, kommt heute direkt aus dem COM-Plotter.

Im technisch-wissenschaftlichen Bereich laufen derzeit Tests für die Ausgabe von technischen Zeichnungen direkt auf Mikrofilm - bisher mußten diese Unterlagen von einer konventionellen Kamera aufgenommen werden, um so ein handlicheres Arbeitsmittel zu schaffen.

Für die freie Wirtschaft hat die CMG unter anderem Lagerstätten-Auswertungen und Schnittzeichnungen für geologische Untersuchungen auf COM-Graphic verfilmt; derzeit wird mit einem großen Computerhersteller verhandelt; hierbei geht es darum, die Flußdiagramme und Ein-/Ausgabelisten der Service-Unterlagen auf COM-Graphic auszugeben.

Inzwischen haben sich auch namhafte Firmen wie EDUSCHO und der HUK-Verband aus eigenen Daten erstellte Testgraphiken zeigen lassen, um festzustellen, ob auf diese Weise der Mikrofilm Output wieder auf den Schreibtisch des Managers gelangen kann.