Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

14.01.1994

Chance fuer skalierbare Architekturen geschaffen Die IBM vereinigt erstmals ihre Betriebssysteme in einer Hand

FRAMINGHAM (IDG) - Die IBM Corp. hat es endlich geschafft, ihre Betriebssysteme unter ein Dach zu bringen. Seit der letzten Umstrukturierung im Dezember zeichnet John Thompson neben der Leitung der Midrange- und Large System Division auch fuer die Advanced Workstation- sowie die Personal Software Division verantwortlich.

Die von IBM-Chef Louis Gerstner angeordnete Attacke auf die verkrusteten Armonker Strukturen brachte die Betriebssysteme MVS, VM, OS/400, AIX, OS/2 und die noch in der Pipeline befindlichen Plattformen Workplace OS und Taligent unter das Kuratell von Senior Vice-President Thompson. Die IBM PC Co. und die Power Personal Systems Division bleiben dagegen von dieser Regelung unberuehrt. Sie werden von Robert Corrigan beziehungsweise von Richard Thoman gefuehrt.

Die neue Zuordnung duerfte nach Einschaetzung von Industriebeobachtern und Anwendern um so wichtiger werden, je staerker die IBM-Geschaeftsbereiche auf die gleichen Komponenten setzen. Das mache es Mother Blue ausserdem leichter, ihren Kunden skalierbare Hard- und Software zu bieten.

Gerstner stoesst ins gleiche Horn. In einem IBM-internen Memo schrieb er: "Es gibt viele Moeglichkeiten, Entwicklungs- und Fertigungskapazitaeten ueber unsere verschiedenen Produktlinien hinweg zu teilen." Das haben auch andere Manager des DV- Herstellers bereits entdeckt. Beispielsweise erklaerte ein IBM- Verantwortlicher aus dem AS/400-Sektor, dass die zur Zeit von Taligent vorangetriebene Entwicklung objektorientierter Techniken ihren Weg in die AS/400-Welt und andere High-end-Betriebssysteme finden werde. Diese Technik schaffe schliesslich eine Umgebung, die die Portierung von Anwendungen ueber verschiedene Plattformen hinweg erleichtere.

"Das geht in Richtung auf skalierbare Architekturen", kommentierte Bob Djurdjevic, langjaehriger IBM-Beobachter und President des Marktforschungsinstituts Annex Research. "Vielleicht ist das der Beginn einer neuen, konsolidierten IBM-Welt." Allerdings, fuegte er hinzu, habe Big Blue in der Vergangenheit schon aehnliche, aber leider erfolglose Versuche in dieser Richtung unternommen.

Viele der anderen befragten Unternehmen begruessten die Chance, eine technologisch einheitlichere IBM zu erleben. "Ich glaube, sie bewegen sich in die richtige Richtung", sagte Richard Layman von Harbor Belt Railroad. "Aber kurzfristig bringt mir das nichts. Ich glaube es erst, wenn ich es sehe."