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10.05.2002 - 

Nach Unzufriedenheit mit MS-Lizenzmodell

Chancen für Star Office

MÜNCHEN (CW) - Die Unsicherheit einiger Anwenderunternehmen über Microsofts neues Lizenzmodell für Office-Produkte ist trotz nachträglicher Modifikationen seitens des Herstellers noch nicht überall ausgeräumt. Das bietet eine kleine Chance für Suns konkurrierendes "Star Office", am Monopol der Redmonder zu kratzen, meinen die Analysten von Gartner.

Die Vorherrschaft Microsofts in einem Softwaresegment ist nirgendwo so deutlich wie im Bereich der Office-Suiten: Der am Umsatz gemessene Marktanteil von Word und Excel betrug im Jahr 2000 weltweit rund 94 Prozent, den mageren Rest teilten sich Star Office, "Smartsuite" von Lotus sowie Corels "Wordperfect Office". Nun nimmt Sun Microsystems neuen Anlauf in diesem schwierigen Terrain. Vor allem die ab Sommer 2002 verfügbare, endgültige Version 6.0 von Star Office soll Unternehmensanwender vom Umstieg überzeugen. Mit quelloffenen Kernanwendungen der Openoffice.org, eigenen Erweiterungen und einem konsequenten Bekenntnis zu XML löst sich der Hersteller vom bisherigen Microsoft-Diktat eines Feature-Wettlaufs.

Weitere Umstiegsargumente führt Sun mit grundlegend überarbeiteten Import- und Exportfiltern für die Dokumente der rivalisierenden Office-Suite an. Schließlich soll auch der Preis überzeugen, der zwar erst Ende Juni bekannt gegeben wird, sich laut Einschätzung von Gartner jedoch abhängig vom Volumen zwischen 25 und 75 Dollar pro User bewegt. Unter diesen Voraussetzungen räumen die Analysten Sun eine gewisse Chance ein, bis zum Jahr 2004 etwa zehn Prozent des Office-Markts für sich zu gewinnen.

Auch wenn die Kosten für Migration, Schulung und die Konvertierung bestehender Dokumente einige umstiegswillige Unternehmen zurückschrecken lassen, ernsthafte Überlegungen werden mancherorts dennoch angestellt. Grund dafür ist die bei Anwendern zum Teil noch nicht geklärte Frage, welche Kosten das neue Lizenzmodell Microsofts letztlich verursachen wird. Die Redmonder selbst gehen davon aus, dass etwa 20 Prozent der Anwender mehr bezahlen müssen (siehe CW 13/02, Seite 14). (ue)