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10.06.1988 - 

EDV-Studio Ploenzke konstatiert gewandeltes User-Bewußtsein:

Chaotische SW-Entwicklung ist passé

WIESBADEN (pi) - Immer mehr Anwenderfirmen integrieren die Organisation und Steuerung der Informationsverarbeitung ins Top-Management. Zugleich geht die Zeit des Hardware-Wildwuchses und der chaotischen Anwendungsentwicklung in immer mehr Betrieben zu Ende, konstatierte das EDV-Studio Ploenzke, Wiesbaden.

Wie Henning Plath, Sprecher des Consulting-Unternehmens, ausführt, weicht die früher oftmals anzutreffende Herstellergläubigkeit dem generell zunehmenden Wunsch nach kritischer System-Selektion. Der "mündige Anwender" - früher eher ein Schlagwort - werde immer deutlicher zu einer Realität, die wesentlich dazu beitrage, die zum Teil verzerrten Wettbewerbsverhältnisse im DV-Markt zu normalisieren.

Die gewandelte Nutzer-Mentalität, so Plath, schlägt sich unverkennbar in der Nachfrage nach DV-Beratungsleistungen nieder. Hier dominiere zusehends das Verlangen nach Konzeptioneller und konkreter Unterstützung bei der Strategischen Informationsplanung (SIP), die Hauptvoraussetzung für unternehmenseinheitliche Anwendungen sowie Innovationen darstelle.

Beispiele dafür seien unter anderem die Zusammenführung rechnergestützter Konstruktions- und Fertigungsverfahren (CAD/CAM), Produktionsplanungs- und

-steuerungsmethoden zur computerintegrierten Fertigung (CIM) sowie ein durchgängig identisches Software-Engineering per Computer (CASE) oder unternehmenseinheitliche Datenbanktechnologien.

Damit verbunden sei, berichtet der Ploenzke-Sprecher, die Forderung der Anwender nach strikter Hersteller-Neutralität bei der DV-Beratung. Immer häufiger würden die Auftraggeber die ihnen vorliegenden Angebote der Hard- und Softwareproduzenten beim Berater zur Analyse und Bewertung einreichen, um auf diesem Weg die funktional beste, preislich günstigste und betriebsspezifisch optimale Problemlösung ermitteln zu lassen. Das führe nicht selten zu Konfrontationen mit den Herstellern - aber mindestens ebensooft zu Preis- und Leistungsvorteilen für die Käufer.

Das EDV-Studio Ploenzke plant im laufenden Jahr einen Umsatz von 127 Millionen Mark (1987: 120 Millionen) und eine Erhöhung des Personalstands auf etwa 900 Mitarbeiter (1987: 821). Das Unternehmen, bislang in der Bundesrepublik mit elf Geschäftsstellen und in der Schweiz mit drei Geschäftsstellen vertreten, wurde jüngst auch in Österreich aktiv. Eine Expansion in weitere Länder wird laut Plath derzeit diskutiert. Jedoch stehe zunächst noch die weitere Durchdringung des deutschsprachigen Marktes im Vordergrund.