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17.09.1976 - 

Hochregallagerverwaltung und -steuerung bei Boehringer, Manheim:

"Chaotisches Lager" -mit MDT

MANNHEIM - "Die Lagersteuerung mußten wir mit komplizierten Programmroutinen abdecken, aber wir haben alles in den Griff bekommen", beschreibt Helmut Schumacher, Geschäftsführer der Orgameda GmbH, Kaiserslautern die Schwierigkeiten bei der Entwicklung eines Softwarepakets für die Hochregallagerverwaltung und -steuerung beim Mannheimer pharmazeutischen Unternehmen Boehringer GmbH. Denn die Verwaltung und Steuerung von Großraumbeziehungsweise Hochregallagern, bisher eine Domäne der Groß- und Prozeßrechner kann nun auch von einer MDT-Anlage gemeistert werden: Seit Beginn des Jahres 76 erledigt diese Arbeit ein System Basic/four der Mai International GmbH, Frankfurt. (16 KB Anwender-, 16KB Betriebssystemspeicher, eine Fest/Wechselplatte mit 4,2 Millionen Bytes, zwei Bildschirmgeräte).

Durch die bei Hochregallagern eigentümliche chaotische Lagerung verteilen sich die Hauptaufgaben zu 20 Prozent auf Steuer-, zu 80 Prozent auf Lagerverwaltungsfunktionen. Diese Erkenntnis und die Erfahrung in der Entwicklung von MDT-Software gab den Kaiserslauterern den Mut, etwa 8 Mannjahre zu investieren, um die Problemstellung Hochregallagerverwaltung und -steuerung durch eine MDT-Anlage lösen zu lassen.

Der Ablauf: Die Anforderung zur Ein/Auslagerung mit den erforderlichen Daten (Artikel-Nr., Menge etc.) kann wahlweise über Lochkarte oder Bildschirm erfolgen. Das System prüft die Möglichkeit eines "Doppelspiels" (Ein/Auslagerung auf einem Weg) oder ermittelt andernfalls, durch eine Formel aus Fahr- und Hubwerkgeschwindigkeit, den günstigsten Lagerplatz und optimiert so ebenfalls den Fahrweg. Gleichzeitig werden die Dateien (Bestands-, Fachdatei und andere) automatisch fortgeschrieben. Vorrangig gelten das First-in/First-out-Prinzip und zur Schaffung neuen Lagerplatzes der Zugriff auf Anbruchpaletten. Die Übergabe an die Fördermittelsteuerung läßt mehrere Varianten zu. Zum Beispiel bei von automatischem Lagerbetrieb: direkt über Interface, bei Lochkartenbetrieb: Ausgabe von entsprechend kodierten Lochkarten, bei manuellem Betrieb: Ausgabe von Etiketten und/oder Listen. Bei Auslagerung können zusätzlich Zielangaben und Prioritätenschlüssel (zum Beispiel Schlüssel "Eiltauslagerung", wird vom System vorrangig behandelt) vergeben werden.

Im Notbetrieb - reibungslos

Als Ausgabe für die Lager- und Artikelverwaltung stehen Listen wie Bewegungsprotokoll, Bewegungsstatistik, Bestandsliste. Inventur, Lagerspiegel und Bildschirmanzeigen wie Artikel-Bestandsabfrage, Fachabfrage, Abfrage der vorgesehenen Ein/Auslagerungen zur Verfügung. Die Notbetriebsorganisation garantiert einen reibungslosen Ablauf (zum Beispiel durchlaufende Dokumentation) auch bei Ausfall des Systems. Als funktionelle Ergänzung sind Programme vorgesehen, die der Verwaltung der Kommissionsvorlager und der Artikeldisposition dienen.

Bei der Entwicklung der Lagersoftware achtete man bei Orgameda besonders darauf das Paket zu standardisieren und bis ins kleinste Detail modular aufzubauen, um Änderungen bei der Umwandlung in andere Programmiersprachen auf ein Minimum zu reduzieren. Die Software kann, so Orgameda, auch auf anderen platten- und bildschirmorientierten Systemen eingesetzt werden.

(Preis: ab 50 000 Mark.)

Informationen: Orgameda GmbH, Richard-Wagner-Straße 18,

6750 Kaiserslautern

Informationen: Orgameda GmbH, Richard-Wagner-Straße 18, 6750 Kaiserslautern