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05.11.1993

Charles Wang setzt weiter auf das Mainframe-Geschaeft CA-Unicenter mit Einheits-GUI und AS/400-Version ausgestattet

CHICAGO (CW) - Einheitliches System-Management fuer heterogene Umgebungen verspricht die Computer Associates International Inc. (CA) aus Islandia, New York, allen Unicenter-Anwendern. Das Midrange-Produkt wird mit einer einheitlichen Oberflaeche ausgestattet und ausserdem von Unix auf IBMs proprietaeren Rechner AS/400 portiert.

"Unser Erfolg ist nicht abhaengig von einer zunehmenden Verbreitung installierter Mainframes, sondern von zusaetzlichen Funktionen, die die Rechner heute uebernehmen. Die Rolle des Grossrechners wandelt sich, er wird zum Server in einer heterogenen Umgebung", begruendete CA-Chairman und CEO Charles Wang die Existenzberechtigung von Grossrechnersystemen auf der diesjaehrigen CA-Benutzerkonferenz SSC in Chicago.

Das Konzept scheint fuer CA aufzugehen, erzielt das Unternehmen doch heute rund 80 Prozent seines Umsatzes mit dem Verkauf von Mainframe-Produkten, 8,7 Prozent mit Midrange-Software und zirka zehn Prozent im PC-Bereich. "Die Zukunft gehoert allerdings dem Midrange-Geschaeft, in dem CA-Unicenter positioniert ist", aeusserte sich Wang. Im Geschaeftsjahr 1993 erwirtschaftete CA insgesamt einen Umsatz von rund 1,8 Milliarden Dollar, das bedeutet im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 22 Prozent. Der Umsatz mit der Midrange-Software nahm um 131 Prozent zu.

Von Wang wird eine Umsatzsplittung von 25 Prozent im Mainframezu 25 Prozent im Unix- und 25 Prozent im PC-Geschaeft angestrebt. Dazu muesse die Mainframe-Technologie mit der neuen heterogenen Client- Server-Welt verbunden werden.

Brueckenfunktion uebernehme auch das neue Produkt "Star". Denn der Star unter den Unicenter-Ankuendigungen soll nicht nur dasselbe Graphical User Interface (GUI) fuer 16 verschiedene Plattformen in heterogenen Netzen bereitstellen koennen, sondern auch klassische MVS-Management-Aufgaben ueber ein heterogenes Netz verteilen. Dazu gehoeren Systemverwaltungsaufgaben wie Sicherheitsmassnahmen, Datei- Management-Funktionen oder die automatische Konsolenverwaltung. Die Software erspare damit einerseits aufwendige Anwendungsschulungen, da ueberall im System mit einer Oberflaeche gearbeitet werden koenne, zum anderen erlaube sie den Einsatz von unternehmenskritischen Applikationen in verteilten Umgebungen, da auf die Servicefunktionen des Mainframes zurueckgegriffen werden koenne.

Zur Zeit wird die Oberflaeche auf einer OS/2-Workstation generiert, ab Mitte des naechsten Jahres auch auf einem Windows-NT-Client. Auf der Server-Seite soll nicht nur Unix und OS/2 unterstuetzt werden, sondern auch Windows NT, Netware, Tandem und MVS-Systeme, wobei jeder (MVS)-Server rund 15 000 Dollar kosten soll. Die Preise fuer Unix-Server standen zum Zeitpunkt der Benutzertagung noch nicht fest. Links zwischen der Workstation und den Clients nutzen auf SQL-Basis die bestehenden Netzprotokolle.

Offensichtlich hat CA noch Schwierigkeiten, zufriedene Anwender von CA-Unicenter zu finden. Von den sechs eingeladenen Grossanwendern, die zu den positiven Aspekten des neuen Moduls Stellung nehmen sollten, setzte nur einer das System-Management- Paket Unicenter ueberhaupt ein, und keiner der Anwesenden hatte "Star" gesehen, geschweige denn getestet.

Die Ankuendigungen betrafen auch Portierungen von CA-Unicenter auf weitere Plattformen. Das Unix-Produkt kommt in wenigen Wochen in einer Version fuer IBMs proprietaeren Rechner AS/400 auf den Markt.

Zur Zeit befinden sich Ausfuehrungen fuer folgende Systeme im Betatest: Sun Solaris, Sequent Dynix/pix, IBM RS 6000/AIX, HP 9000/700 sowie Data General Aviion. Ausserdem wurden Systemsoftware-Versionen auf OS/2, Netware, Windows NT, Tandem und die Unix-Systeme von NCR, Pyramid, ICL sowie Siemens angekuendigt. Ab sofort ist Unicenter auf CD-ROM erhaeltlich.