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12.04.2002 - 

Firmen investieren nicht verstärkt in Sicherheit

Check Point und RSA enttäuschen

MÜNCHEN (CW) - So zynisch es auch gewesen sein mag: Nach den Anschlägen vom 11. September stiegen die Erwartungen, dass das Geschäft mit Sicherheitsprodukten anziehen würde. Die jüngsten Gewinnwarnungen von Check Point und RSA Security bringen Anbieter wie Analysten wieder auf den Boden der Tatsachen.

Als RSA Anfang vergangener Woche warnte, den prognostizierten Gewinn nicht zu erreichen, vermuteten Analysten noch hausgemachte Probleme hinter der schlechten Nachricht. Doch spätestens mit der Gewinnwarnung des Wettbewerbers Check Point war klar, dass sich letztlich auch die Security-Spezialisten nicht gegen den Branchentrend behaupten können.

Beide Firmen räumten ein, die Anfang des Jahres abgegebenen Prognosen für das erste Quartal 2002 nicht zu erreichen. Statt positiver Zahlen rechnet RSA nun mit einem Verlust zwischen 14 und 16 Millionen Dollar beziehungsweise 24 bis 28 Cent pro Aktie, der Umsatz liege bei maximal 56 Millionen Dollar. Angepeilt waren Einnahmen von rund 63 Millionen Dollar.

Check Point ist zwar im Gegensatz zu RSA profitabel, doch die Gewinnerwartung je Anteilschein wurde von 29 Cent auf 24 bis 28 Cent heruntergestuft. Die Quartalseinnahmen summieren sich vor allem wegen einer schwachen Nachfrage im März auf höchstens 105 Millionen Dollar. Damit bleibt das Unternehmen um rund 15 Millionen Dollar hinter seinen Plänen zurück.

"Die Firmen müssen haushalten", erklärt Gil Shwed, Gründer und CEO von Check Point die Entscheidungsschwäche der Kunden, "sie geben ihr geschmälertes Budget nicht gleich im ersten Quartal aus." Dennoch sei das Interesse an Sicherheitslösungen groß. Hinzu kommt - und davon können derzeit nicht nur RSA und Check Point ein Lied singen - dass Investitionsentscheidungen nicht nur hinausgezögert, sondern auch die Auftragsvolumina deutlich verringert werden. Und trotz eines gestiegenen Sicherheitsbedürfnisses der Unternehmen kämpfen Anbieter wie RSA und Check Point nach wie vor mit dem Problem, dass sich Investitionen in Sicherheitsprodukte nicht in steigenden Ergebnissen ihrer Kunden niederschlagen. (rs)