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07.10.1977

Checkliste für die Fertigung

COBURG (hz) - Während sich der Computer die Büros erobert hat und dort kaum Rationalisierungswünsche offengeblieben sind, herrscht nach wie vor der (Organisations-) Notstand in der Fabrik. Doch zunehmend wird erkannt, daß nur die Mobilisierung aller Automationsreserven im Fertigungsbereich eine Möglichkeit für Kostensenkungen eröffnet. Rationalisierung kann jedoch in diesem Zusammenhang nur heißen, die für die Planung, Disposition und Steuerung im Betrieb erforderlichen Daten schnell und vollständig zu erfassen, um sie dann per EDV auswerten zu können. Die kritischen Punkte der Betriebsdatenerfassung steuert die nachfolgende "Eichner-Org-Checkliste" an, die als

Vorlage für ähnliche Problemstellungen gute Dienste leistet.

1. Stammdaten

1.1 Planungsdaten

1.1.1 Sind alle Stammdaten (Teile, Werkstoffe und Produktionseinheiten) für Sie sofort greifbar?

1.1.2 Kennen Sie die technische und personelle Kapazität aller

Produktionseinheiten?

1.1.3 Können Sie bei Bedarf auf den aktuellen Bestand (Teile und Werkstoffe) zurückgreifen?

1.2 Dispositionsdaten

1.2.1 Besitzen Sie für die Disposition Stammangaben (Teile und Werkstoffe), mit denen die Fertigung und der Einkauf ohne Rückfragen arbeitsfähig sind?

1.2.2 Besitzen Sie eine Stücklistenorganisation, und setzen Sie ein Zeilenumdruckverfahren für die Erstellung der Fertigungsunterlagen ein?

1.2.3 Sind die Umdruckoriginale sicher aufbewahrt und schnell greifbar?

2. Planung

2.1 Kapazitätsplanung

2.1.1 Führen Sie eine langfristige Grobplanung Ihrer Kapazitäten durch?

2.1.2 Ist diese Planung so übersichtlich und genau, daß Sie bei Bedarf verbindliche Zusagen machen können?

2.1.3 Falls Sie eine Kapazitätsplanung durchführen, hilft Sie Ihnen, Engpässe oder Lücken schon frühzeitig zu erkennen?

2.1.4 Führen Sie eine Feinplanung Ihrer Kapazitäten durch?

2.1.5 Ist diese Planung so aufgebaut, daß Sie bei Störungen oder Umdispositionen noch die Übersicht behalten?

2.2 Bedarfsplanung

2.2.1 Wird bei Ihnen eine langfristige oder kurzfristige Werkstoffplanung durchgeführt?

2.2.2 Planen Sie entsprechend dem Bedarf auch alle übrigen für die Fertigung notwendigen Voraussetzungen (Werkzeuge, Vorrichtungen) zeit- und mengengenau vor?

3. Disposition

3.1 Kapazitätsdisposition

3.1.1 Wird bei Ihnen eine Kapazitätsdisposition für jede Produktionseinheit durchgeführt, ist der aktuelle Stand der Kapazität für Sie immer erkennbar?

3.1.2 Können Sie auf einfache Weise den Auslastungsgrad Ihrer Fertigungskapazität erkennen und bei Ihrer weiteren Disposition anwenden?

3.2 Teiledisposition

3.2.1 Können Sie neben Bestand und Bedarf eines Lagerteiles auch die durchgeführte Anforderung an die Arbeitsvorbereitung oder an den Einkauf sofort erkennen?

3.2.2 Sind Sie über die zugesagten Termine der Beschaffungsstellen für jedes einzelne Lagerteil immer informiert?

3.2.3 Können Sie einen Soll-Ist-Vergleich dieser Termine mit Ihren Dispositionsdaten einfach durchführen?

3.2.4 Übergeben Sie an Arbeitsvorbereitung oder Einkauf Anforderungen mit allen für die Beschaffung notwendigen Angaben oder müssen Sie mit Rückfragen rechnen?

4. Steuerung

4.1 Auftragsbezogene Steuerung

4.1.1 Sind alle Fertigungsaufträge mit vollständigen Fertigungsunterlagen eine angemessene Zeit vor der eigentlichen Fertigung für Sie sofort greifbar?

4.1.2 Können Sie mit einem Blick den Start des Auftrages im Betrieb und dessen Durchlauf verfolgen?

4.1.3 Haben Sie den gesamten Materialfluß vom Rohmaterial bis zum Lager durch Ihre Steuerung sicher erfaßt?

4.2 Arbeitsplatzbezogene Steuerung

4.2.1 Können Sie für jeden einzelnen Arbeitsplatz die breits mit Fertigungsaufträgen belegte Zeit auf einen Blick übersehen?

4.2.2 Ist der Stand der schon durchgeführten Vorbereitungen und auch die abgeschlossene Bereitstellung für alle im Betrieb laufenden Aufträge für Sie ersichtlich?

4.2.3 Wissen Sie zu jeder Zeit, welche Aufträge auf den einzelnen Arbeitsplätzen gerade bearbeitet werden?

4.2.4 Erkennen Sie für jeden einzelnen Arbeitsplatz, wie lange der laufende Auftrag die Maschine noch belegt, und können Sie sicherstellen, daß ein Anschlußauftrag anlaufen kann?

4.2.5 Können Sie Unruhe durch Umdispositionen weitgehend vom Betrieb fernhalten, indem Sie dann selbst den Überblick behalten und die richtige Entscheidung treffen?

4.2.6 Können Sie die Auswirkungen Ihrer Entscheidungen ausreichend sicher beurteilen?

4.2 7 Sind Sie in der Lage, beispielsweise für Wartung terminlich günstige Zeitpunkte zu ermitteln?

5. Informationsverbindung und Auswertung

5.1 Informationsverbindung Fertigungsteuerung - Betrieb

5.1.1 Sind Sie über die Produktionsauufnahme jedes einzelnen Arbeitsplatzes bei Schichtbeginn informiert?

5.1.2 Kann jeder Arbeitsplatz ohne zeitraubende Umwege die Fertigungssteuerung bei Störungen, Ausfällen und sonstigen Problemen erreichen?

5.1.3 Kann die Steuerungszentrale alle Arbeitsplätze ohne langwierige Umwege erreichen und damit kurzfristige Anweisungen vornehmen?

5.1.4 Erkennen Sie auf einen Blick, welche Arbeitsplätze planmäßig arbeiten und bei welchen Ihr Eingriff notwendig ist?

5.1.5 Haben Sie im Störungsfall direkte Verbindung zu den Stellen, die diese Störung beheben können?

5.1.6 Werden Sie über den Arbeitsfortschritt eines jeden Auftrages laufend informiert?

5.2 Informationsauswertung

5.2.1 Können Sie ohne Probleme eine Auswertung der verschiedenen Störfaktoren während einer Fertigüngsperiode vornehmen und damit für die Zukunft mit besseren Kennwerten Ihre Produktion steuern?

5.2.2 Ermitteln Sie die tatsächliche Auslastung Ihrer Produktion über die Fertigungsperiode, damit Sie aktuelle Ausgangswerte für Ihre Planung haben?

5.2.3 Haben Sie eine Übersicht, welche Art von Störeinflüssen sich besonders negativ auswirken?

Quelle: Eichner Organisation KG