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19.12.2003 - 

Käufer will mehr Sicherheitsprodukte für Arbeitsplatz-Clients anbieten

Checkpoint übernimmt Zone Labs

MÜNCHEN (CW) - Mit dem 205 Millionen Dollar teuren Kauf von Zone Labs will Checkpoint Defizite im Bereich der Absicherung von Arbeitsplatzrechnern ausgleichen. Der Hersteller steigt damit in den Markt für Privatanwender ein.

Bislang liegt der Fokus von Checkpoint im Bereich der Unternehmenskunden, denen der Hersteller Lösungen zur Absicherung der Grenzen ihrer Rechnernetze bietet. Mit Zone Labs erwirbt der Firewall-Spezialist jetzt einen Anbieter von Sicherheitsprodukten, der vor allem auf den Schutz von Arbeitsplatz-Clients abzielt. So verfügt Zone Labs mit der für Privatanwender kostenlosen Personal Firewall "Zonealarm" über eine leistungsfähige und mehrfach ausgezeichnete Lösung, die aber auch im professionellen Umfeld genutzt wird.

Ergänzend hierzu dient "Integrity" dazu, einzelne Client-Sicherheitslösungen im Unternehmensverbund zu integrieren. Zone Labs pflegt außerdem Partnerschaften mit Anbietern wie Netscreen Technologies oder Aventail im Bereich der Secure-Sockets-Layer-(SSL-)basierenden Virtual Private Networks (VPNs).

Obwohl auch Checkpoint in diesem Segment aktiv ist, sieht CEO Gil Schwed den Deal als eine Ergänzung der eigenen Produktpalette, der nur geringe Überlappungen mit sich bringt. Die bestehe vor allem in der Firewall-Komponente, die häufig Bestandteil von Checkpoints VPN-Lösung "Secure Client" sei. Schwed hält es für möglich, dass Secure Client und Integrity zu einem späteren Zeitpunkt in einem "Überprodukt" zusammenfließen.

Zunächst soll Zone Labs jedoch mit seinem Lösungsportfolio als eigenständiger Geschäftsbereich weitergeführt werden. Die Produkte seien ein wesentlicher Teil von Checkpoints Roadmap für 2004, heißt es. Der Hersteller hofft, den Umsatz in diesem Segment von den für 2003 erwarteten 28 Millionen Dollar um 50 Prozent auf 42 Millionen Dollar steigern zu können. Gute Nachrichten für Privatanwender: Nach Angaben von Checkpoint wird Zonealarm ihnen auch in Zukunft kostenlos zur Verfügung stehen. So ließen sich das Markenbewusstsein weiterentwickeln und neue Techniken testen.

Im Zuge des Deals bezahlt Checkpoint 113 Millionen Dollar in bar an Zone Labs, hinzu kommen 92 Millionen in Wertpapieren. Außerdem will das Unternehmen die Aktienoptionen der Zone-Mitarbeiter übernehmen, die in 2,9 Millionen Checkpoint-Papiere umgewandelt werden könnten. Die Zustimmung der Wettbewerbshüter vorausgesetzt, könnte der Kauf im ersten Quartal 2004 abgeschlossen werden.

Bestehende Geschäftsbeziehungen zu anderen Herstellern sollen von der Übernahme nicht beeinflusst werden. Laut Gregor Freund, CEO von Zone Labs, steht der Anbieter "absolut zu seinen bestehenden Partnerschaften und existierenden Integrationspunkten". Auch von Checkpoint ist zu hören, dass man mit Zone Labs'' Partnern weiter zusammenarbeiten will. Dies gelte vorerst auch für den Fall, dass es sich dabei um bisherige Konkurrenten handelt. (ave)