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10.07.2006

Chefs vertrauen ihren Mitarbeitern

Führungskräfte glauben an die Integrität ihrer Mitarbeiter. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage der Akademie für Führungskräfte unter 350 Managern.

Manager haben keinen Zweifel an der Integrität ihrer Mitarbeiter: 90,7 Prozent sprechen ihnen das Vertrauen aus. Nur 9,3 Prozent räumen ein, "eher weniger" zu vertrauen. Aber auch 82,2 Prozent aller Befragten, die einer Führungskraft unterstellt sind, sprechen ihrem Vorgesetzten das Vertrauen aus. 21,1 Prozent betonen sogar, dass sie dem Chef "in jeder Hinsicht" vertrauen.

Der direkte Weg zum Vertrauen der Mitarbeiter führt über das persönliche Gespräch: 97,7 Prozent bewerten dies als "wichtig" oder "sehr wichtig" für den Aufbau einer Vertrauenskultur. Außerdem schätzen die Führungskräfte das Instrument der Zielvereinbarung, um das Vorgesetzten-Mitarbeiter-Verhältnis auf eine vertrauensvolle Basis zu stellen. 88,4 Prozent halten Zielvereinbarungen für "wichtig" bis "sehr wichtig".

Angst vor Machtverlust

Wenn es zu Störungen im Vertrauensverhältnis kommt, suchen die meisten Chefs die Ursachen bei sich selbst. 93,3 Prozent sind der Meinung, dass eigene Unsicherheit dazu beiträgt, dass Führungskräfte ihren Mitarbeitern nicht vertrauen. 67,4 Prozent glauben, dass Vorgesetzte vor allem deshalb nicht vertrauen können, weil sie Abhängigkeit und Machtverlust befürchten.

Die Akademie-Studie fragte auch, was Vertrauen zerstören kann. Am schnellsten lässt sich Vertrauen durch die Weitergabe vertraulicher Informationen zerstören. Auch abwertende Äußerungen über Mitarbeiter wirken in diese Richtung. Wichtig ist den Managern offene und stringente Kommunikation. Vertrauenshemmend wirken widersprüchliche und missverständliche Botschaften. Die Akademie-Studie 2006 "Auf gut Glück oder alles unter Kontrolle: Wie vertrauen deutsche Manager?" steht unter www.die-akademie.de zum kostenlosen Download bereit. (hk)