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01.11.1985 - 

CADCAM, LAN und Prozeßsteuerung stehen obenan:

China: DV-Kooperation mit Schweden

STOCKHOLM (vwd) - Das staatliche schwedische Dateninspektionsamt hat drei Absichtserklärungen (letters of intent) aus der Volksrepublik China erhalten, in denen die Zusammenarbeit Im Bereich der elektronischen Datenaufbereitung und -verarbeitung offeriert wird.

Die detailliertesten Kooperationsvorschläge werden von Shenyang, einem Industriezentrum im Nordosten Chinas unterbreitet, berichtet die Bundesstelle für Außenhandelsinformationen (BfAI, Köln).

Danach wird eine Zusammenarbeit bei der Einführung und Umstellung auf datentechnische Verfahren im Bereich des kommunalen Transportwesens, im Gesundheitswesen, im Bankwesen, in der Maschinenbauindustrie und beim Umweltschutz angeboten. So fehlt es in den 100 Bankfilialen der Industriemetropole, die mit IBM-Rechnern (4381, 4341, 370) und einigen tausend Kleinrechengeräten ausgestattet sind, an einem lokalen Netzwerk, für dessen Aufbau schwedische Unterstützung gesucht wird.

Die Maschinenbauindustrie von Shenyang signalisiert den Wunsch nach Zusammenarbeit im Bereich von CAD/CAM. Eine höhere Effizienz soll mittels DV auch in den Krankenpflegestationen und der pharmazeutischen Lagerhaltung in Shenyang erreicht werden. Langfristig wird mit Schweden, wie es heißt, eine Kooperation in der Prozeßtechnik sowie bei Fertigung und Einsatz von Industrierobotern angestrebt. Beim Umweltschutz geht es um die Schaffung einer Datenbank und eines automatischen Überwachungssystems.

Ausbildung von DV-Fachleuten

Ein weiteres Kooperationsfeld wird mit der Ausbildung von DV-Fachleuten angesprochen. In Shenyang sind 13 000 Beschäftigte in der datentechnischen Industrie tätig, darunter 2127 Beschäftigte, die sich mit Software befassen. Insbesondere für die Entwicklung und Anwendung von Programmen werden weitaus mehr Fachleute benötigt, für deren Ausbildung schwedische Hilfe erwünscht ist.

Ähnliche Vorstellungen zur Zusammenarbeit entwickeln auch Peking und die Provinz Jiangsu. Schwedische Branchenexperten, denen Einblick in die chinesische Wunschliste gewährt wurde, schätzen die mit der "datentechnischen Aufrüstung" für China entstehende Kosten in Größenordnungen zwischen 10 und 50 Milliarden schwedischen Kronen.

Die Regierung in Stockholm hat auf Empfehlung des Dateninspektorats eine Arbeitsgruppe zur eingehenden Prüfung der chinesischen Kooperationsvorschläge eingesetzt. Nach genauer Analyse der Voraussetzungen für den Einstieg in die datentechnische Zusammenarbeit sollen konkrete Gespräche aufgenommen werden.