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07.09.2006

Chip der High-End-Klasse: Nvidia Geforce 7900 GS

Ab sofort gibt es den neuen Grafikchip "Geforce 7900 GS" zu kaufen. Informationen zum Chip, was er leistet und wie viel entsprechende Grafikkarten kosten, erfahren Sie hier.

Von Christian Helmiss, PC-Welt

Auf der Referenzkarte von Nvidia (www.nvidia.de) arbeitet der Grafikchip Geforce 7900 GS. Die Modelle dieser High-End-Serie sind in 90-Nanometer-Technik gefertigt und bestehen jeweils aus 278 Millionen Transistoren. Dies gilt für die Geforce-Grafikchips 7950 GX2, 7900 GTX, 7900 GT und jetzt eben auch für den 7900 GS. Die GS-Variante ist die abgespeckte Version eines 7900 GT. Er besitzt sieben statt acht Vertex-Shader und 20 statt 24 Pixel-Shader. Hingegen verfügen alle Chips gleichermaßen über 16 ROPs (Raster Operation Units). Unsere Referenzkarte ist mit zwei DVI-Buchsen, einem TV-Ausgang (S-Video) und einer SLI-Schnittstelle ausgestattet.

Der Grafikchip werkelt bei einem Arbeitstakt von 450 MHz, der Speicher bei 660 MHz (1.320 MHz effektiv). Als Speichermenge sind von Nvidia erstmals 256 MB GDDR3-RAM vorgesehen. Es wird eventuell aber auch 512-MB-Versionen geben. Der Speicherbus ist in der 7900er-Familie 256 Bit breit. Bei den auf der Karte verbauten Speicherchips von Hynix handelt es sich um Modelle mit 1,4 Nanosekunden Zugriffszeit, es bleibt also noch etwas Luft zum Übertakten.

Geschwindigkeit

Im Diagramm haben wir die Ergebnisse der einzelnen Grafikkarten im synthetischen Benchmark 3D-Mark 06 bei der Auflösung 1.280 x 1.024 Bildpunkte aufgelistet. 3D-Mark 06 prüft unter anderem das Tempo mit Shader-Model 3.0 und unterstützt zudem symmetrische Multiprozessorsysteme. Hier zeigt sich ganz klar, wo der Chip leistungsmäßig einzuordnen ist: Der 7900er GS ist ein High-End-Chip - wie auch der 7900 GT - , der deutlich über der Mittelklasse (7600 GT) steht.

In der Praxis zeigen sich ähnliche Ergebnisse. Auch hier lässt sich der Geforce 7900 GS als High-End-Chip bezeichnen. Denn in dieser Kategorie muss er alle aktuellen 3-D-Spiele auf Bildraten deutlich über 30 Bilder/s beschleunigen - selbst bei bester Bildqualität und 1.600 x 1.200 Bildpunkten. Und auch bei 2.560 x 1.600 Pixeln darf er nicht schlappmachen. In der 1.600er-Auflösung zeigt der neue Chip bei bester Bildqualität 39 (Splinter Cell 3), 58 (Quake 4) und 35 Bilder/s (Fear). In Verbindung mit dem 30-zölligen Apple-Cinema-Display schaffte er bei 2.560 x 1.600 Pixeln immer noch 30 (Far Cry) und 23 Bilder/s (X3).

Handhabung

Die Karte benötigt - wie auch alle anderen Modelle der 7900er-Serie - einen 6-poligen Anschluss vom PC-Netzteil, der auch durch zwei 4-polige Stecker in Verbindung mit einem Adapter hergestellt werden kann. Zur Stromversorgung empfiehlt Nvidia ein Netzteil mit 300 bis 350 Watt (20 bis 23 A auf dem 12-Volt-Strang). Die Lautstärke der Referenzkarte war im Ruhemodus sehr niedrig. 0,6 Sone und 28 dB(A) sind kaum zu hören, bei geschlossenem PC gar nicht mehr. Unter Last stieg die Lautstärke auf 2,6 Sone und 41 dB(A) an - das macht sich auch bei geschlossenem PC-Gehäuse bemerkbar.

Fazit

Grafikkarten mit Geforce-7900-GS-Chip sind superschnell. Bei den aktuellen 3-D-Spielen benötigen Sie keine stärkere Karte, um bei hoher Bildqualität einen flüssigen Spielfluss zu erhalten. Bis 1.600 x 1.200 Pixel würde sogar eine Mittelklassekarte mit 7600er-Chip genügen. Gut gelungen ist das Lüfterkonzept, das wohl von den meisten Grafikkartenanbietern übernommen werden wird. Es war im 2-D-Betrieb fast lautlos.

Der Preis der Geforce 7900 GS liegt bei rund 190 Euro (UVP).