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06.02.1981 - 

Partnersuche auf dem Kassenmarkt abgeschlossen:

Chip-Karte krempelt Schaltersysteme um

WALTHAM (gr) - Die Einführung von Erkennungskarten, auf denen die Daten in einem integrierten Chip gespeichert sind, wird den Markt für automatische Kassen- und Schaltersysteme (ATM) in Bewegung bringen. Nach einer Studie, die die International Data Corp. (IDC), Waltham/Massachusetts, in ihrem "Autotransaction Industry Report" veröffentlichte, wird der größte Effekt auf ATMs von der Heim-Nutzung der Chip-Karten ausgehen. Die Anbieter automatischer Kassen scheinen ihre Partnersuche vorerst abgeschlossen zu haben.

Die Verbindung zwischen Olivetti und Docutel setzte nach Ansicht der Marktforscher vorläufig den Schlußstrich unter die Fusionswelle der Hersteller automatischer Kassensysteme. Um seine US-Aktivitäten wieder in die Gewinnzone zu bringen, trat der italienische Büromaschinenhersteller sein Geschäft mit Bank-Schalter-Terminals an die texanische Docutel Corp. ab, an der er selbst mit 23 Prozent beteiligt ist. Diebold arbeitet auf dem Kassensektor mit Philips zusammen, TRW kooperiert mit Fujitsu schreibt IDC in "autotransaction". Übrig blieben die Autonomen wie IBM und Burroughs.

Docutel-Chairman Meredith baut für die Zukunft auf Neuanwender. Bis Mitte der 80er Jahre werden die Installationen automatischer Kassensysteme seiner Ansicht nach um 23 Prozent zunehmen. In der zweiten Dekadenhälfte dürfte die Zuwachsrate auf zehn bis 15 Prozent fallen. Die Neukunden stammten vor allem aus dem Nicht-Bankenbereich. Supermärkte, Flughafen und Hotels werden ATMs einsetzen. Die Systempreise dürften bis Mitte der 80er Jahre unverändert bleiben.

Dale Reistad, President der Payment Systems Inc., hat IDC zufolge bisherige und potentielle ATM-Anwender darauf aufmerksam gemacht, ihrem Hardware-Hersteller die Frage nach der Zukunft zu stellen. Die Generation der Chip-Karten-Maschinen dürfte schon 1985 auf dem Markt sein.

Laut IDC plant die Bundesrepublik ebenso Versuche wie Frankreich und Italien. Ironischerweise, so folgert der Marktforscher, verlieren die automatischen Kassensysteme durch den privaten "Hausgebrauch" von Chip-Karten fast alle ihrer Funktionen. Teure Online-Operationen werden durch das potente Speichermedium auf der Karte überflüssig.