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09.08.1991 - 

Hearing zum amerikanischen Jessi-Pendant

Chip-Konsortium Sematech wird von US-Industriebossen kritisiert

WASHINGTON (IDG) - Die Nützlichkeit und Effektivität von Sematech ist umstritten. Anläßlich eines Hearings im amerikanischen Kongreß kam es von seiten der Industrievertreter zu widersprüchlichen Aussagen über den Nutzen des Halbleiter-Konsortiums, das zu gleichen Teilen von der Industrie und dem US-Verteidigungsministerium gesponsert wird.

"Sematech ist und bleibt die falsche Antwort auf das falsche Problem", erklärte T. J. Rodgers, Präsident der Cypress Semiconductor Corp. Er vertrat die Ansicht, daß die USA gegenüber Japan in puncto Halbleiter-Technik nur aufholen könnten, wenn kleinere spezialisierte Unternehmen unterstützt würden, nicht nur die großen Hersteller und Sematech-Mitglieder wie Intel, Motorola oder IBM. "Wir brauchen nicht ein paar riesige Unternehmen, die sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Japan liefern. Viel eher benötigen wir Hunderte kleinere, flexible und innovative Firmen, die die Schwachpunkte der Japaner angreifen", sagte er.

Das Hearing, das vor dem Unterausschuß für Wissenschaft, Raumfahrt und Technologie abgehalten wurde, war einberufen worden, um die Effektivität von Halbleiter-Konsortien und die Rolle der Regierung als ihr Sponsor zu debattieren.

Jerry Rogers, Präsident des Mikroprozessor-Designers Richardson Cyrix Corp., sagte, Sematech habe das Versprechen nicht eingelöst, die Konkurrenzfähigkeit der amerikanischen Halbleiter-Industrie zu erhöhen. "Tatsächlich hat ein Mitglied, die Intel Corp., den Wettbewerb so stark behindert, daß wir gezwungen waren, Antitrust-Klagen auf Bundes- und Staatsebene anzustrengen."

Andere Redner verteidigten Sematech im speziellen und Konsortien im allgemeinen. "Sematech beweist, daß auch miteinander konkurrierende Firmen bei der Entwicklung grundlegender Technologien zusammenarbeiten können, wenn es um das Allgemeinwohl geht", betonte Sematech-Präsident William J. Spencer.