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20.09.1978

Chip-Spekulationen

Slogans und Marketing-Wischiwaschi enthält, das Thema der Woche ("Die Konkurrenten fühlen sich durch IBMs 8100 bestätigt", Seite 5). Tenor der Aussagen: Bangemachen gilt nicht - IBM vollzieht nur nach, was wir schon lange machen.

Jüngste "Ankündigungs-Ankündigungen" namhafter IBM-Wettbewerber vermitteln indes einen anderen Eindruck: Die Jäger werden zu Gejagten.

Dabei ist besonders pikant, daß zum Halali auf einem Feld geblasen wird, auf dem sich die anderen Mainframer und ganz besonders die Minicomputer-Hersteller stets überlegen fühlten: der Chip-Technologie.

Denn der Universalrechner-Marktführer, bekannt dafür, in seinen marktgängigen Systemen nicht immer die modernste Halbleiter-Technologie einzusetzen - auch wenn sie (IBM-Intern) bereits verfügbar Ist -, hat gerade auf diesem Gebiet einen gewaltigen Sprung nach vorn gemacht: Werden in den meisten IBM-Prozessoren noch 2. K-Bit-Chips verwendet, so basiert das lnformationssystem 8100 auf 64 K-Bit-Chips - die COMPUTERWOCHE berichtete. Das ist ein absolutes Novum.

Zwar hat beiepielsweise Texas Instruments einen vergleichbaren Speicher-Baustein in Arbeit, doch wird er noch nicht in marktreifen Systemen eingesetzt. Diese Premiere bleibt also IBM vorbehalten. Zum Vergleich: Die bisher größten verwendeten Chips haben eine Kapazität von 16 K-Bits.

Verständlich, daß die Ankündigung des Superchips die Konkurrenz aufgeschreckt hat - man ist gezwungen, nachzuziehen: Die Jäger werden zu Gejagten.

Die Reaktion kam auch prompt.

So ließ NCR durchblicken, daß sein neues Top-Modell Criterion 8600, das kurz vor der Vertriebsfreigabe stehen soll, auf (japanischen!) 64 K-Bit-Chips basiert (siehe auch Seite 1). Chip-Spekulation Nummer zwei: Sperry Univac's Frank B. Holst, Vice-President of Program-Management, gab in New York bekannt, daß das Modell 90/80-4 bis zum Herbst 1979 mit 64 K-Bit-Chips bestückt sein wird.

Und aus dem Headquarter von Hewlett-Packard verlautet, HP werde bald mit dem Einbau der TI-Chips in eigene Produkte, beginnen.

Fazit: Die Diskussion über IBM's Leadership ist um ein Argument reicher.