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Lösung funktioniert nicht mit Windows 98


07.08.1998 - 

Chip verstärkt Batterien

Die Idee zur chipgesteuerten Batterieverwaltung stammt aus dem Forschungsprogramm "Smart Battery Systems" (SBS), das einst Duracell zusammen mit Intel ins Leben gerufen hatte. Die Forschungsgruppe von Duracell machte sich mit Powersmart selbständig und entwickelte die nun vorgelegte Lösung.

SBS definiert einen standardisierten Datensatz über den Zustand von Batterien, also beispielsweise Spannung, Temperatur oder voraussichtliche Lebensdauer. Eine der 34 Angaben, die als "at rate" bezeichnet wird, mißt den Batterieverbrauch und schätzt die verbleibende Nutzungsdauer. Setzt man dafür einen Chip ein, so erhöht sich die Genauigkeit der Vorhersage drastisch. Powersmart glaubt, daß die verbleibende Energie bis auf ein Prozent genau gemessen werden kann. Mit herkömmlichen Methoden kann die Nutzungszeit nicht genau geschätzt werden, so daß die Hersteller eine Sicherheitsreserve von 25 bis 30 Prozent einbauen, damit ein System sicher heruntergefahren werden kann.

Erschwerend kommt hinzu, daß Anomalitäten - etwa beim Einschalten der CPU - Stromspitzen produzieren und so zu falschen Ergebnissen bei der verbleibenden Batterie-Nutzungszeit führen. Unter Microsofts Windows 98 verschärft sich die Situation noch einmal, da Systeme mit "Advanced Configuration Power Interface" (ACPI) mehr Prozessorleistung verbrauchen, um das Power-Management auf Betriebssystem-Ebene zu kontrollieren.

"Eine smarte Batterie mit Chip läßt sich davon nicht beeindrucken und schätzt die akurate Lebensdauer auch bei alten Akkus", versichert Norman Allen, Chef von Powersmart. Der Anwender kann die Lösung in zweierlei Hinsicht nutzen: Bevor er eine stromfressende Applikation in Gang setzt, kann er sich die verbleibende Nutzungszeit anzeigen lassen, oder er überläßt es dem System, Stromsparmechanismen automatisch auszuführen. Dann wird der Bildschirm langsam dunkler, oder die Festplatte springt langsamer an.

Wie schon berichtet (siehe CW 30/98, Seite 25: "PC-Hersteller reagieren auf Schwächen von Windows 98"), macht Microsoft der Idee allerdings einen Strich durch die Rechnung: Für Windows 98 gibt es von der Gates-Company keine Treiber, die die smarten Batterien unterstützen.