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06.03.1992 - 

Bit-Raten-Umsetzer ohne Mikroprozessor

Chips von Fujitsu sollen Softwarekosten reduzieren

06.03.1992

DREIEICH (pi) - Fujitsu Mikroelektronik hat eine neue Familie von Bit-Raten-Adaptionbausteinen vorgestellte die Lösungen für ISDN-Terminals nach V.110, V.120, X.30 sowie ECMA-Standard 102 bieten. Durch den Einsatz dieser Bausteine in modernen ISDN-Systemen sollen laut Anbieter die Entwicklungskosten für Software erheblich reduziert merden.

Terminaladapter setzen die Datenraten von Geräten, wie Fax-Maschinen, Modems und PCs auf Raten um, wie sie für das ISDN-Netz erforderlich sind. Nach Angaben von Fujitsu Mikroelektronik wurden die neuen Bit-Raten-Adaptionsbausteine auf ein Höchstmaß an Hardware-Integration verschiedener ISDN-Protokolle ausgelegt, um die Anforderung an die Software möglichst gering zu halten.

Die Chip-Familie besteht aus zwei Bausteinen, dem "MB86440", bei dem es sich um eine Low-cost-Version für den V.110-Standard handelt, sowie dem "MB86443", der darüber hinaus V.120- und Frame-Relay-Funktionen unterstützt. Der MB86443 ist Fujitsu zufolge derzeit der einzige Bit-Raten-Umsetzer, der ohne einen externen Mikroprozessor auskommt.

Die Funktionen des MB86440 lassen sich in vier Blöcke gliedern, nämlich in ein serielles Interface, einen V.110-Rate-Adapter, ein ISDN-Bus-Interface sowie ein Mikroprozessor-Interface. Die serielle Schnittstelle schließt einen universellen synchronen sowie asynchronen Receiver Transmitter (Usart) mit Taktgenerator und Usart-Controller ein. Bei beiden Bausteinen kann der Usart sowohl im synchronen als auch im asynchronen Betrieb arbeiten und V.24-, X.21- sowie X.21bis-Terminals unterstützen.

Der MB86440 hat ein internes RAM mit 2 KB Kapazität, so daß die Flow Control vollständig auf Chip implementiert ist. Das RAM des Bausteines besitzt laut Fujitsu auch für die Unterstützung von Verbindungen bei Satellitenübertragungen eine ausreichende Größe.

Zusätzlich zu den bereits beschriebenen vier Blöcken verfügt der MB86443 über einen fünften Block, im dem das V.120-Protokoll vollständig für die Hardware implementiert ist. V.120-Applikationen werden dadurch, so Fujitsu, optimal ergänzt. Gemeinsam ist beiden Bausteinen der Support von V.1 10-netzwerkunabhängiger Taktung, Software- und Pinkompatibilität sowie das Kunststoffgehäuse mit 80 Anschlüssen.