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26.02.2008

Christian Hofer, Vorstandsmitglied der HUK-Coburg für das IT-Ressort

"Die HUK-Coburg hat nahezu alle Voraussetzungen an ein modernes neues Rechenzentrum (RZ) im 2007 fertig gestellten Zweit-RZ umgesetzt.

Wir betreiben unser RZ als ein Cost-Center. Die Anforderungen an die Leistungsfähigkeit werden durch Service-Level-Agreements (SLAs) bestimmt, die wir innerhalb des Konzerns definieren. Alle für den RZ-Betrieb relevanten Kosten inklusive Energie und Entsorgung werden dem RZ zugeordnet. Ziel ist eine weitestgehend energieeffiziente und ökologische Bewirtschaftung des RZ.

Unser RZ-Szenario sieht zwei Standorte vor, die weder durch Naturgewalten noch durch industrielle Gefahrenpotenziale wie beispielsweise Flughäfen oder chemische Industrie bedroht sind. Die besonders schutzbedürftigen Bereiche sind unterirdisch anzusiedeln.

Bei Bau, Stromversorgung und Klimatisierung werden die neuesten Technologien und Standards geprüft, um im Gesamtkonzept ein "Niedrigenergie-RZ" zu erstellen, das so weit wie möglich von den großen Stromerzeugern und deren Preisgestaltung unabhängig ist. Neben Klimaschutzmaterialien, die dem Stand der Entwicklung entsprechen, sind das vor allem Technologien wie Blockheizkraftwerke, Brennstoffzellen, Wärmerückgewinnung zur Heizung von Flächen außerhalb des RZ, Solarenergie und Geothermie.

An Bedeutung gewinnt das intelligente Energie-Management. Es beginnt mit der konsequenten Verringerung potenzieller Verbrauchsquellen. Unser bevorzugter Ansatz lautet hier Server-Virtualisierung. Sie ist neben den Administrations- und Hochverfügbarkeitsaspekten ein wesentliches Mittel zur Steuerung der Betriebskosten. Als Beispiel lässt sich sagen, dass wir die installierte Hardware überwachen und in lastarmen Phasen den Strom- und Kühlungsbedarf der Systeme automatisch reduzieren.

Server, Speicher und Sicherungssysteme werden physikalisch auf beide Lokationen verteilt und logisch über Virtualisierungstechniken als ein System dargestellt. Alle Daten werden im zentralen RZ gespeichert und gespiegelt. Die Systeme werden zentral aus einem Leitstand gesteuert und überwacht. Die eigentlichen RZ-Räume werden komplett ohne Personal automatisch betrieben.

Das IT-Services-Continuity-Management setzt auf der Virtualisierung von Hardware und Daten auf. Jeder der beiden RZ-Standorte ist in der Lage, die produktionsrelevanten IT-SServices und insbesondere den Online-Betrieb für den Konzern bereitzustellen."