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10.11.1989

Chrysler-Schicksal: Wang & Co. draußen?

Zugegeben: Winston Churchill läßt grüßen. Dem legendären britischen Labourpremier und Zyniker ("no sports") wird der Ausspruch "Glaube an keine Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast" zugeschrieben. Mit der Top-Ten-Darstellung auf Seite 1 wollen wir indes keineswegs die Phantasie zum Blühen bringen, wenngleich einiges auf Wunschdenken beruht.

Doch was vielleicht den Eindruck eines Taschenspielertricks erweckt ("arme Amerikaner"), wird weitgehend durch Tatsachen gedeckt: Die Rangliste der zehn größten Computerhersteller der Welt (DV-Umsatz 1988) enthält fünf amerikanische, drei japanische und zwei europäische Firmennamen (siehe untenstehende Tabelle). Die Zenith-Übernahme durch die Bull-Gruppe, die den französischen Staatskonzern auf den siebenten Platz vorrücken läßt, ist dabei nicht einmal berücksichtigt.

Natürlich nehmen die Amerikaner noch eine Ausnahmestellung ein. Und daß die IBM einen Sonderfall darstellt, wird niemand bestreiten. Und doch: An der Vermutung, die Dinge würden sich ähnlich wie in der Autoindustrie entwickeln, scheint etwas dran zu sein, was besagt, daß sich die Europäer mit Blick auf den EG-Binnenmarkt nach 1992 auf die Hinterbeine stellen werden. Das hieße umgekehrt, daß sich die Amerikaner an der harten Nuß "Euromarkt" die Zähne ausreißen könnten. Eine Opel"-IBM, um in der Auto-Analogie zu bleiben, wird damit gewiß keine Probleme bekommen. Und auch "Ford"-DEC kann als Fixstarter für die "WM 92" in der "Formel DV" gelten.

Das Gedankenspiel läßt sich fortsetzen: Hat "BMW"-Nixdorf in der Europa-Gruppe, die von "Daimler"-Siemens, "Fiat-Olivetti und "Peugeot" Bull angeführt wird, noch eine Chance? Was den Asien-Block betrifft, dürfte alles klar sein. Sollte es dabei bleiben, sind für die Amerikaner im Worldcup-Wettbewerb zwar noch zwei Plätze frei - doch diese sind intern hart umkämpft. Im ungünstigsten Fall, wenn nämlich ein Europäer und ein Japaner noch den Aufstieg schaffen, müßten Unisys, HP, NCR, Wang, Control Data und die anderen das Chrysler-Schicksal erleiden- Daheim stark, weltweit jedoch ohne Bedeutung.