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Objekttechnik: '96er Spätlese

CI Labs schwört auf einen Erfolg des Opendoc-Standards

08.11.1996

Die Vision von Frank Mara, der im Sommer dieses Jahres Bruce Cleveland als President der Non-Profit-Organisation ablöste, sieht Millionen von Objekten und Komponenten vor, die sich mittels Corba und Opendoc via Inter- und Intranet oder in klassischen Client-Server-Architekturen unterhalten. Der Weg dorthin sei vorgezeichnet, seitdem die OMG Opendoc als Standard anerkannt hat.

Mara (35), der zuvor bei SCO und IBM und dann Senior Marketing Manager bei Apple war, faßt folgendermaßen zusammen, was sich auf diesem Gebiet in diesem Jahr in seinen Augen getan hat:

-Im September kündigten Sun, Apple und IBM ein Java-Beans/ Opendoc/Corba-Projekt an.

-Seit August liefert IBM zehn Opendoc-Komponenten via Internet frei Haus.

-Im Juli trat Netscape der OMG bei seither forciert das Unternehmen das bidirektionale Internet Inter ORB Protocol (IIOP) für die Verbindung zwischen Corba und Internet.

-Im Mai gab Netscape seine Unterstützung von Opendoc bekannt.

-Außerdem liefert Apple seit Mai sein Opendoc-basiertes Internet-Front-end "Cyberdog, Version 1.1" aus.

-Im April kündigte Javasoft an, es werde Java-APIs bauen, die Opendoc unterstützen.

-Ebenfalls im April akzeptierte die OMG Opendoc als "Distributed Document Component Facility".

-Im März wurde die größte japanische Softwarefirma Justsystem zum CI-Labs-Sponsor.

-Seit Januar existiert eine Mac-OS/2-Variante von Opendoc, seit Februar eine AIX-Beta-Version und seit März ein OS/2-Release.

Als eines der wichtigsten Produkte für den Erfolg von Opendoc sieht Mara jedoch das "Live Objects Validation Kit", das es in einer Mac-OS- und OS/2-Version gibt ab Frühjahr 1997 ist mit der Unterstützung von Windows 95, Windows NT und AIX zu rechnen.

Lebende Objekte

Das Tool besteht aus einer Testsoftware, mit der es Programmierern ermöglicht wird, ihre Software in einem frühen Entwicklungsstadium auf Opendoc-Kompatibilität zu überprüfen. Ist dieses gegeben, können sie in einem zweiten Schritt das Produkt bei CI Labs zertifizieren lassen. Es erhält dann das Live-Objects-Logo. CI-Labs-Mitglieder bekommen die Software kostenlos.

CI Labs wurde 1993 gegründet. Die Organisation adaptiert, registriert und validiert Multiplattform-fähige Softwarekomponenten. Gesponsert werden die Labore unter anderem von Adobe, Apple, IBM, Justsystem, Novell, der OMG und Oracle. Für 350 Dollar Jahresbeitrag können Firmen und Organisationen Mitglied werden. Derzeit haben die CI Labs rund 2000 Mitglieder (im März dieses Jahres waren es noch 300), 440 davon in Europa. Während Schweden 114 Mitglieder stellt, ließen sich lediglich 49 deutsche Firmen anwerben.