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07.10.1994

CICS fuer HP-9000-Rechner vorgestellt Anwender fragen nach dem Sinn von Unix-TP-Monitoren

MUENCHEN (CW) - Die Branche ist sich uneins. Ohne Transaktionsmonitore (TP-Monitore) sind Client-Server-Umgebungen unkontrollierbar, meinen einige Anwender. Andere wiederum halten sie fuer unnoetigen Ballast aus der Mainframe-Zeit. Derweil stellt HP das marktfuehrende IBM-Produkt CICS fuer seine Unix-Systeme vor.

"In Client-Server-Umgebungen sind TP-Monitore wie ein fuenftes Rad am Wagen", bezieht Bobby Cameron, Chefanalyst bei Forrester Research Inc., Cambridge, Massachusetts, Stellung. Fuer ihn schraenkt diese aus der Mainframe-Welt stammende Technik die Flexibilitaet moderner DV-Umgebungen ein und fuehrt dazu, dass die Anwender weniger schnell auf Kundenwuensche reagieren koennen.

Die IDG-Schwesterpublikation "Network World" zitiert Cameron mit der Ansicht, dass sich TP-Aufgaben heute weit besser ueber Stored Procedures von Server-Datenbanken erledigen lassen. Dort koenne man Regeln fuer das Daten-Management festlegen, und auch fuer Sicherheitsmechanismen sei gesorgt.

Dem widerspricht Hans-Michael Obst, Leiter Client-Server- Transaktionsverarbeitung bei der IBM, Stuttgart. Er argumentiert vor allem damit, dass Datenbanken nur eigene Ressourcen optimal ueberwachen koennten. Gerade Client-Server-Umgebungen zeichneten sich jedoch durch Heterogenitaet aus. Transaktionsmonitore dienten hier als uebergeordnete Instanz, die zum Beispiel ein einheitliches Sicherheitssystem ueber die verschiedenen Ressourcen legen.

Eher auf die Seite des Forrester-Analysten schlaegt sich Walt Hultgreen, MIS-Manager in der University of Atlanta. Der Anwender: "Es ist genauso sinnvoll, Geschaeftsregeln in der Datenbank abzulegen, wie sich auf ein TP-System zu verlassen."

Angetrieben von DV-Chefs, die sich fuerchten, ohne die Sicherheit eines Monitors in die Client-Server-Welt einzusteigen, arbeiten die Hersteller inzwischen fieberhaft an entsprechenden Produkten. So hat HP jetzt unter der Bezeichnung "CICS/9000" eine Version von IBMs Monitor fuer die hauseigenen Unix-Rechner vorgestellt. Die Server-Versionen des Produkts sollen zwischen 10 000 und 90 000 Dollar kosten. Die Client-Komponente ist fuer 150 Dollar zu haben.

Dass Online-Transaktionsverarbeitung (OLTP) zeitgemaess sein kann, soll ein objektorientierter Standardisierungsvorschlag fuer diese Technik belegen, den die IBM, Novell, Sunsoft, Transarc, Tandem, Tivoli Systems, Bull, ICL und Iona Systems bei der Object Management Group eingereicht haben (vgl. CW Nr. 38, vom 23. September 1994, Seite 13).