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01.10.1976 - 

27. SICOB, Paris - Erster Messe-Schnellbericht

CII-HB mit neuer 64/60 - ab 1982 Unisys

PARIS - Ein nach der Rezession von 1974/75 erst langsam wieder aufkommender Optimismus und die Umstrukturierung der französischen DV-Industrie prägten die 27. SICOB, die maßgebende Messe für Datenverarbeitung und Büroorganisation in Frankreich. Neuerungen beschränkten sich weitgehend auf eine Abrundung des Produktionsprogrammes. "In den letzten drei Jahren hat es ständig Neuheiten gegeben - jetzt müssen sie verkauft werden", kommentierte ein Vertriebsleiter.

64/60 als Spitzenmodell

Der neue große "nationale" Hersteller CII-HB, auf dessen nunmehr viel zu kleinem Stand sich die Mitarbeiter und Interessenten drängten, kündigte das Modell 64/60 als neues Spitzenmodell der 64er-Serie an: "Bei einem 12 bis 15 Prozent höheren Preis bietet es 25 bis 40 Prozent mehr Leistung als die 64/50." Die Systeme haben zwischen 192 und 768 KB Hauptspeicher. Mit maximal drei Steuereinheiten eine ist von vornherein in die Zentraleinheit eingebaut - können bis zu 32 Plattenlaufwerke ("2400 MB online") angeschlossen werden. Es lassen sich ferner bis zu 16 Bandeinheiten einsetzen und maximal 42 DFÜ-Verbindungen bedienen. Gleichzeitig gab CII-HB bekannt, daß die Grenzen für den maximalen Hauptspeicher-Ausbau bei den Modellen 64/30, 64/40 und 64/50 um etwa 50 Prozent erhöht wurden (beispielsweise beim Modell 64/30 von 256 auf 384 KG).

Nach der Liquidation der Unidata soll die CII-HB-Future Line ab 1982 "Unisys" heißen. Unter diesem Projektnamen wird daran gearbeitet, aus den drei derzeitigen Produktlinien Serie 60 (HB) sowie IRIS und Serie II (CII) in den Jahren 1982 bis 1985 eine neue gemeinsame Modell-Familie zu entwickeln. Erster Schritt dorthin soll die Entwicklung gemeinsamer Peripheriegeräte sowie einer einheitlichen Netzwerk-Architektur (einschließlich Terminals und Front-End-Prozessoren) sein. Erklärtes Marketing-Ziel: "Keine Lücke zu lassen, sondern eine möglichst breite Palette von Systemen aller Größen anzubieten."

Mit 3470 3740-Kompatibel

"15 bis 30 Prozent unter den IBM-Preisen" will ITT mit seinem neu angekündigten 3740-kompatiblen Datenerfassungssystem ITT 3470 bleiben. Zu der in Madrid entwickelten und in einem neuen ITT-Werk in Toledo gefertigten Familie gehören Einzelplätze (offline oder online), Doppelplätze (nur offline) und DE-Subsysteme mit bis zu acht Arbeitsplätzen. Der Einzelplatz umfaßt in der Grundausstattung Tastatur, Diskettenlaufwerk sowie einen in den Arbeitstisch versenkten und deswegen reflektionsfreien 4801 Zeichen-Bildschirm. Drucker und DFÜ-Einheit können angeschlossen werden. 3740-Software und Disketten lassen sich auf der 3470 problemlos verwenden.

Neue Schirme und System III

Bei den Bildschirmen präsentierte Thompson neue Modelle der 6000-Serie: 6040 für Datenerfassung und Abfrage, 6080 als "intelligentes" System mit eingebautem Mikroprozessor. Sintra zeigte seine 6000-Mark-Terminals "Alpha" mit getrennter Tastatur und schräg stehendem Bildschirm. Als "Zeichen der Dynamik, die nach Beendigung des Prozesses mit IBM entwickelt wurde", will Telex die Übernahme des Vertriebes des Lockheed Systems III gewertet wissen: Die erstmals in Europa auf der SICOB ausgestellte Anlage ist in zahlreichen Ausbaustufen lieferbar (Monatsmieten zwischen 2500 und 22 500 Mark) und soll vor allem die bisherigen IBM-System 3- und -32-Anwender ansprechen.