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27.11.1981 - 

US-Shareholder Honeywell soll aus der Patsche helfen:

Cii-HB muß drastisch sanieren

PARIS (bi) - Die von der Verstaatlichung betroffene französisch-amerikanische Computergruppe Cii-Honeywell Bull, Paris, verhandelt derzeit mit dem US-Anteilseigner Honeywell (47 Prozent) über die Lösung gravierender Finanzprobleme. Die Verluste beliefen sich allein im ersten Halbjahr 1981 auf 251 Millionen Francs.

Noch sei der Ausgang der Gespräche völlig offen, teilt das französische Management mit, jedoch zeichne sich klar ab, daß die Gesellschaft ohne kräftige Kapitalspritzen nicht wettbewerbsfähig bleiben könne.

Wie es aus dem deutschen Unternehmen dazu heißt, seien die entsprechenden Vorgespräche bereits "zur allgemeinen Zufriedenheit" verlaufen. Eine endgültige Einigung ist jedoch noch verschoben auf ein Treffen, das "demnächst" stattfinden soll. Auch dementiert Honeywell Bull Deutschland Meldungen des französischen Gewerkschaftsbundes, nach denen das Unternehmen in Frankreich tausend Arbeitskräfte entlassen wolle. "Dies verlautete aus dem Werk in Belfort", präzisierte die Frankfurter Rundschau. Nach Angaben aus dem Gewerkschaftlager sieht die Direktion in Belfort vor, 800 Arbeitskräfte vorzeitig in den Ruhestand zu versetzen. "Dies stimmt nicht", erklärt der Pressesprecher der Honeywell Bull, Köln. Offiziell sagt der Konzern zu diesen Nachrichten: "Die Aufrechterhaltung der Beschäftigung ist das Hauptziel unseres Unternehmens 1982; wir dementieren hiermit die Meldungen der französischen CGT (Gewerkschaft)."

Die Verluste der Cii-Honeywell Bull beliefen sich im ersten Halbjahr auf 251 Millionen Francs; sie dürften also Ende 81 deutlich über 300 Millionen Francs liegen. Gleichzeitig werde die Verschuldung das Dreifache der Eigenmittel erreichen, behaupten Beobachter, deren Informationen zufolge ein drastischer Sanierungsplan für das Unternehmen vorbereitet wird.

Neuer stellvertretender General Manager ist Andre Menu. Er übernimmt künftig den Bereich Personal und Industrielle Beziehungen, nachdem er bisher ausschließlich für Personalpolitik zuständig war.