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20.02.1981 - 

Gewinnrückgang durch Subventionsverlust:

CII-HB steht auf eigenen Füßen

PARIS (gr) - Der französisch-amerikanische Computer-Hersteller CII-Honeywell Bull, Paris, hat nach Angaben seines Chairman Pierre Brulé die vor vier Jahren gesteckten Förderziele der französischen Regierung erreicht. Der konsolidierte Reingewinn des Unternehmens fiel im Geschäftsjahr 1980 zwar auf 180,2 Millionen Französischer Francs. Ohne die staatlichen Subventionen einzubeziehen, erhöhte er sich gegenüber 1979 allerdings um 60 Prozent.

Die französische Regierung subventionierte CII-Honeywell Bull (CII-HB) im Berichtsjahr mit 20,8 Millionen Francs verglichen mit 99,7 Millionen Francs 1979. Damals stand nach Angaben der Gesellschaft ein Reingewinn von 210 Millionen Francs in den Büchern. Die Gruppe setzte 1980 mit 6,294 Milliarden Francs 22,7 Prozent mehr um als im Vorjahr.

Auf das Vermietungs- und Dienstleistungsgeschäft entfielen 45,6 (1979: 49) Prozent des Gruppenumsatzes. Außerhalb Frankreichs wurden 43,3 (46,6) Prozent des Gesamtvolumens umgesetzt. Allerdings, so stellt die französische Zeitschrift "Ordinateur" fest, stammt die Mehrheit der Hauptumsatzträger aus dem Haus der Honeywell Information Systems (HIS). Auf den Auslandsmärkten habe das Unternehmen keinen allzuleichten Stand, da der im Inland realisierte Umsatz den 60 Prozent immer näher komme. 1976 lag er noch um die 50 Prozent. Der Auftragszuwachs erhöhte sich Brulé zufolge 1980 gegenüber 1979 um 13,3 Prozent. 1979 sei er noch um 32,4 Prozent gestiegen.

Für das zweite Halbjahr 1980 wird CII-Honeywell Bull, Paris, im konsolidierten Weltabschluß von Saint-Gobain-Pont-á-Mousson (SGPM) voll konsolidiert. Dies erklärte Roger Fauroux, President der SGPM. Der italienische Hersteller von Büroelektronik Olivetti, werde für das zweite Halbjahr 1980 nach der Equity-Methode teilkonsolidiert. Die Netto-Ergebnisse von Olivetti werden also anteilsmäßig im konsolidierten Jahresabschluß von SGPM ausgewiesen.

Wieder Subventionen

Nach einem subventionsfreien Jahr wandte sich die CII-HB wieder an die französische Regierung. Mit ihrer Hilfe beabsichtigt sie einem Bericht der Financial Times zufolge, einen Fuß in die Tür zum Markt für Büroinformationssysteme zu stecken. Die gesamten Investitionen sollen angeblich mit 900 Millionen Francs veranschlagt sein. Doch steht die CII-HB nicht allein um Fördermittel auf dem Gebiet an, das zu den sieben förderwürdigen Bereichen mit vielversprechender Technologie gehört. An dem Kuchen wollen auch die Terminal-Hersteller Alcatel, Thomson und Matra teilhaben.

Rückwirkung auf Inc.

Besonders im vierten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres konnte die Honeywell Inc. von ihrer europäischen Beteiligungsgesellschaft profitieren. Im Gesamtjahr wuchs das Computergeschäft des US-Partners auf 1,6 Milliarden Dollar verglichen mit einem Umsatz von 1,4 Milliarden 1979. Der Unternehmensbereich Honeywell Information Systems (HIS) trug damit 32,6 (1979: 33,3) Prozent zum Gesamtumsatz von 4,9 (4,2) Milliarden Dollar bei. Der Betriebsgewinn aus dem Computergeschäft lag bei 186 (l52) Millionen Dollar. Bezogen auf den Gesamtgewinn waren das 35,4 (31,7) Prozent.

Der Umsatz der Honeywell Bull AG, Köln, ist Unternehmens-Angaben zufolge im abgelaufenen Geschäftsjahr gestiegen. Weitere Geschäftszahlen werden zur Hannover-Messe vorgelegt.