Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

02.07.1982 - 

Kapital spritze für französische Elektroindustrie:

CII-Honeywell Bull erhält Löwenanteil

PARIS (VDW) - Eine staatliche Kapitalspritze von 2,5 Milliarden Francs und jährliche Budgetmittel in Höhe von 15 Milliarden Francs für Forschung (1980 waren es noch 13 Milliarden) soll der französischen Elektroindustrie auf die Beine helfen. Den Löwenanteil an dem Programm kassiert dabei die in der Verlustzone operierende Cii-Honeywell Bull, die mit mehr als einer Milliarde Francs rechnen darf.

Diese Daten sind dem französischen Plan zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit der Elektronikindustrie entnommen, über dessen Struktur aber noch Uneinigkeit herrscht. So fänden noch zähe Verhandlungen zwischen dem Industrieminister und den verstaatlichten Unternehmen statt, wobei das Ministerium auf verstärkte Kooperation mit in- und ausländischen Firmen dränge.

Vier französische Bürotechnikhersteller indessen verhandelten bereits über eine Kooperation mit Rank Xerox. Xerox gehört in Frankreich auf dem Markt der Textverarbeitung zu den fünf umsatzstärksten Unternehmen. Eine Entscheidung jedoch werde erst dann getroffen, wenn das Industrieministerium die neue Struktur des Elektronikplans festgelegt hat. Bei der Zusammenarbeit sei dann jede Form denkbar: von der Lizenzvergabe bis zur Gründung gemeinsamer Tochtergesellschaften.

Kooperationen mit ausländischen Partnern würden außerdem noch mit Bauelementeproduzenten wie Harris, Intel und Motorola, bei der Mini-Informatik (Olivetti) sowie mit Philips (Videotechnik) angestrebt.

Divergenzen zwischen den verstaatlichten Unternehmen bestehen, wie verlautet, vor allem über die künftige Strategie in der wachstumsträchtigen Bürotechnikbranche. So wollen nach Ansicht des Industrieministeriums Cii-HB, CGE, Thomson und Matra ihre Aktivitäten

nicht zugunsten der Konkurrenz beschränken.

Weitgehendes Einvernehmen scheint dagegen bei den Herstellern elektronischer Bauelemente zu bestehen: So sollen die fünf Produzenten in einem Pool unter Führung von Thomson und Matra vereint werden.

Bei Telefonsystemen wiederum gehe die Tendenz zu einer Koopera tion zwischen Thomson-CSF und Cit-Alcatel. Die beiden Unternehmen wollen gemeinsam die nächste Generation von elektronischen Zentralsystemen entwickeln.

Falls bei der Videotechnik keine Zusammenarbeit mit Philips zustande kommt, denke man im französischen Industrieministerium an einen "ausgeglichenen", das heißt für Thomson-Brandt akzeptablen Technologieaustausch mit japanischen Herstellern.