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01.05.1987 - 

Integrierte Fertigung auch für mittelständische Betriebe:

CIM-Ansatz muß auch kostenmäßig stimmen

GÖPPINGEN (CW) - Insellösungen ermöglichen es dem Mittelstand. CIM zu finanzieren und organisatorisch zu bewältigen. Diese These vertrat Armin Geibel, Unternehmensberater und Geschäftsführer der "Staufen-Akademie", Schulungszentrum für Datenverarbeitung und Unternehmensentwicklung GmbH, Göppingen. auf der "1. Göppinger CIM-Tagung".

Geibel plädierte dafür, zunächst ein Gesamtkonzept zu erstellen, das auf die jeweilige Unternehmensstruktur zugeschnitten ist. Allerdings könne das Konzept in einem mittelständischen Unternehmen nicht ad hoc umgesetzt werden. Deshalb schlug Geibel eine sukzessive Einführung vor. Im Zentrum des CIM-Konzeptes sollte seiner Meinung nach ein leistungsfähiges PPS-System stehen. "Die Hersteller solcher Systeme müssen", so Geibel, "mehr Vorschußlorbeeren vorweisen als jede andere Branche." Denn es sei ratsam, nur ein Produkt zu kaufen, das bereits in der zweiten Generation vorliege oder wenigstens 20 Referenzen besitze.

Bei der Umsetzung eines CIM-Konzepts in die Praxis kommt der Mitarbeiterausbildung besondere Bedeutung zu. "Schulung beginnt beim Management", ergänzte dazu Dieter Kaufmann, ebenfalls Geschäftsführer des Schulungszentrums. Er verglich den Prozeß der Systemeinführung im Unternehmen mit dem Verputzen einer Treppe: "Dabei muß man auch oben anfangen.-

Neben den Repräsentanten der Staufen-Akademie kamen auch Referenten der Hersteller- und der Anwenderseite zu Wort. Fritz Krempel Technischer Leiter der Maschinenfabrik Ravensburg, stellte ein bereits realisiertes Konzept auf /36-Basis vor. Die Kosten dafür beliefen sich seiner Aussage zufolge auf rund 300 000 Mark. "Bei Millionenbeträgen", so Krempel, "hätten wir gar nicht erst damit angefangen." Genausowenig wie die teuren Herstellerlösungen interessieren ihn Produkte, die voraussichtlich erst in zwei oder mehr Jahren am Markt verfügbar sein werden.

Auf der Tagung wurde die individuelle Verschiedenheit der Unternehmenssituationen und, davon ausgehend, der Lösungsmöglichkeiten betont. Gefragt sei, darin waren sich die Referenten einig, Flexibilität von seiten der Betriebe. Notfalls müsse die Struktur des Unternehmens der technischen Struktur angepaßt werden, meinte beispielsweise Dieter Kaufmann. Dazu auch Karl Heinz Kirner von der IRS Werkzeugmaschinen GmbH, Stuttgart: "Der Mensch ist das flexibelste Element des Produktionsprozesses. "