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03.10.1986 - 

Tagung über die Entwicklungsmethoden im Automobilbau:

CIM durchdringt Betriebe aller Größen

BERLIN (CW) - Rechnerunterstützte Konstruktions- und Simulationsmethoden beeinflussen den Entwurfsprozeß von. Automobilen und deren Komponenten immer stärker. Die Fachtagung Camp-AAA '86 will diese Thematik unter dem Begriff "Entwicklungsmethoden im Automobilbau" aufgreifen.

Daß CAD/CAM (Computer Aided Design/Computer Aided Manufacturing) nicht nur die größeren, sondern auch die mittleren und selbst die kleineren Betriebe durchdringt, und daß der CAD-Bereich zu den expansivsten Wirtschaftssektoren zählt, belegen nach Ansicht des Camp-Veranstalters AMK folgende Zahlen: Der weltweite Umsatz von größeren CAD/CAM-Systemen mit einem Zentralrechner wird von dem Marktforschungsinstitut Dataquest für das Jahr 1984 mit etwas mehr als zwei Milliarden Dollar bei jährlichen Steigerungsraten von 30 Prozent angegeben. Im Inland waren 1984 CAD-Systeme im Wert von 1,22 Milliarden Mark installiert, bei Steigerungsraten von etwa 80 Prozent pro Jahr. In jüngster Zeit werden besonders hohe Umsatzsteigerungen bei den sogenannten Low-cost-Systemen, zu denen auch PC-Systeme gehören, erzielt. Im Jahr 1984 wurde hier ein Umsatz von 430 Millionen Mark bei einer Steigerung von 167 Prozent getätigt.

Diese wenigen Zahlen verdeutlichen, so AMK, das Vordringen einer Methode, die gerade vor einem Vierteljahrhundert am Massachusetts Institute of Technology (MIT) ihren Anfang genommen hat. In dieser Entwicklung drückt sich indirekt der internationale Wettbewerb auf dem Automobilsektor aus, der nicht nur bei der Produktion, sondern auch beim Entwurfsprozeß nach mehr Flexibilität, Transparenz, Schnelligkeit und Genauigkeit verlangt.

Deutsche Automobilindustrie im internationalen Vergleich

Die Tagung Camp-AAA '86 wird mit vier Vorträgen am ersten Tag eingeleitet, die sich mit übergeordneten und einleitenden Aspekten befassen. Sie richtet sich sowohl an das fachlich interessierte Publikum der AAA '86 Berlin - der Schau rund um das Auto - als auch an die Fachingenieure der gesamten Autoindustrie.

So werden Vertreter aus Politik und Automobilindustrie über den Stand der deutschen Automobiltechnik im internationalen Vergleich über Entwicklungsmethoden im Automobilbau, über neue Technologien in der Automobilindustrie und deren Einfluß auf die Arbeitsplatzsituation sowie über die Sicherung der Zukunft durch Forschungskooperation sprechen.

Drei fachliche Schwerpunkte stehen im Mittelpunkt der Tagung: der rechnergestützte Entwurf, die rechnergestützte Simulation und die rechnergestützte Integration. Angesprochen werden Computergrafik-Spezialisten aus der Automobilindustrie, Zulieferer, Händler- und Serviceeinrichtungen und Interessierte aus technisch-wissenschaftlichen Bereichen. Allen drei Schwerpunkten wird je ein halber Tag gewidmet sein.

Rechnergestützter Entwurf in der Automobilentwicklung

Die zweite Vortragsreihe beschäftigt sich mit dem rechnergestützten Entwerfen in drei Beiträgen und soll aufzeigen, wie der Entwurfsprozeß von der Konzeption über das Design bis zur Detailkonstruktion abläuft, wie Datenstrukturen aufgebaut werden und welche Konstruktionssysteme dem Konstrukteur zur Verfügung stehen. Ein besonderes Problem bildet das der Glättung von Punkten, die eine Linie beschreiben, die Vernetzung von Linien zu Flächen und der Übergang von Netz- zu Flächendarstellungen. In einem Vortrag eines Zulieferers wird das wichtige Thema des Datentransfers zwischen Hersteller und Zulieferer behandelt.

Rechnergestützte Simulation

Die rechnergestützte Simulation (mit Simulation ist der Versuch oder die Berechnung gemeint) wird in fünf Beiträgen dargelegt. Die exemplarischen Darstellungen beziehen sich auf die Untersuchung der aerodynamischen und schwingungstechnischen Eigenschaften von Fahrzeugen sowie auf die Beanspruchungs- und Funktionsanalysen von Bauteilen, zum Beispiel von Getrieben und Bremsanlagen.

Ohne daß Schwerpunkte außerhalb des Entwerfens gesetzt werden sollen, wird sich die Tagung nach Angaben des Veranstalters auch mit Aspekten befassen, die das rechnergestützte Konstruieren innerhalb eines Gesamtverbandes als Baustein verstehen. Als ganzheitliches, rechnerintegriertes Informationssystem, das Planung, Logistik, Entwurf, Berechnung, Fertigung, Qualitätssicherung und anderes umfaßt, muß daher CIM (Computer Integrated Manufacturing) aus der Sicht von CAD behandelt werden. In drei Vorträgen werden Kommunikations- und Datenbanktechniken sowie Vernetzungen zwischen Hersteller und Zulieferer behandelt.