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16.04.1981 - 

"Mantis" unterstützt interaktive Anwendungsentwicklung:

Cincom Sprache für DOS/OS-Programmierer

DÜSSELDORF (je) - Nicht eine zehnprozentige, eine zehnfache Verbesserung der Produktivität der Programmierabteilung ist das Gebot der Stunde. Cincom-Produktmanager Merle L. Parks, der diese Forderung aufstellt, hat seit neuestem auch das Mittel dazu: das Sprachwerkzeug "Mantis".

"Serie 80 Mantis" - so die exakte Bezeichnung - ist eine interpretative Multifunktionssprache, über die amerikanische Pilotanwender laut Parks "in höchsten Tönen" berichten. Sie versetze den Programmierer in die Lage, Bildschirme und Dateien zu entwickeln, interaktiv Programme zu schreiben, Anwendungen zu testen und Fehler zu korrigieren, Systeme zu dokumentieren, Listen autorisierter Benutzer zu erstellen sowie Batch-Online-Umstellungen vorzunehmen.

Das neue Package wurde von Cincom im Februar in den USA und jetzt auch in Deutschland freigegeben. Die Umgebung, in der Mantis einsetzbar ist, skizziert Parks so: DOS- oder OS-Betriebssystem, TP-Monitor ClCS oder Environ/1 (ein Cincom-Produkt), Zugriffsmethode VSAM sowie 3270Terminals.

Schlechte Antwortzeiten und zusätzlichen Overhead weist Parks in das Reich der Fabel zurück. Schließlich entfalle durch Mantis die BMS-und Command Level-Systembelastung. Mantis, so rühmt der Amerikaner, sei für Anwendungen aller Art und Komplexität geeignet und spart somit Programmierer-Ausbildungskosten; es belasse der Fachabteilung ihre Autonomie, ohne die zentrale Befugnis der EDV-Abteilung zu unterminieren. Parks: "Both people come out winning."

Die Produktivitätseffekte, von denen Cincom berichtet, klingen sagenhaft. Ein Beispiel: Für dieselbe Anwendung konnte ein Programmierer in konventioneller Cobol-Programmierung die Programmentwicklung in 80 Stunden fertigstellen. Mit dem DMS von IBM betrug die benötigte Zeit 24 Stunden, und mit Mantis war das Programm in fünf Stunden fertiggestellt.

In den USA verbuchte Cincom eigenen Angaben zufolge 22 Tage nach Freigabe 26 Mantis-lnstallationen.

Ein erstes Ergebnis hatte auch schon die Mantis-Demo in Düsseldorf: Die Gerresheimer Glaswerke, deren Rechner die Vorführung ermöglichte, entschieden spontan, Mantis aufgrund seiner ClCS-Unterstützung gegen das (fast schon erworbene) Dateneingabesystem "Keymaster" von TSI im Ausscheidungskampf antreten zu lassen.