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14.03.2003 - 

Untersuchungen von Forrester, IDC und CIO Magazine

CIOs wollen 2003 die IT-Investitionen leicht erhöhen

MÜNCHEN (CW) - Drei Untersuchungen aus den USA zeigen, dass CIOs mittelständischer und großer Firmen in diesem Jahr bereit sind, die IT-Investitionen wieder leicht anzuheben. Ein möglicherweise kurz bevorstehender Krieg im Irak scheint dabei nicht unbedingt einen negativen Einfluss zu entfalten.

Forrester Research Inc. prognostiziert für dieses Jahr einen Anstieg der IT-Ausgaben gegenüber 2002 von insgesamt 1,9 Prozent. Mittelständische Firmen werden nach den Erkenntnissen der Marktforscher sogar rund 2,6 Prozent mehr für ihre IT ausgeben als noch im vergangenen Jahr.

Noch optimistischer stimmen die Ergebnisse einer Umfrage unter US-amerikanischen IT-Chefs, die die CW-Schwesterpublikation "CIO Magazine" veröffentlichte. Das Magazin erstellt regelmäßig einen Tech Future Growth Index (TFGI). Hierzu befragt es Hunderte von Chief Information Officers (CIOs) zu ihren Investitionsplänen in den kommenden zwölf Monaten. Die Interviews vom Februar 2003 ergaben, dass IT-Verantwortliche in den USA im laufenden Jahr 5,2 Prozent mehr für Technologie ausgeben wollen als noch 2002.

Die Prioritäten für die Investitionen haben sich nach den Ergebnissen der CIO-Befragungen allerdings verändert: IT-Manager wollen mehr Geld sowohl für Sicherheitssoftware aufwenden als auch für Entwicklungen, mit denen Transaktionen im B-to-B- und B-to-C-Geschäftsverkehr realisiert werden können. Demgegenüber planen die US-amerikanischen CIOs, die Ausgaben für Infrastruktursoftware und für Hardware zurückzufahren.

Gary Beach, Herausgeber der zur weltweit aktiven International Data Group Inc. gehörenden CIO Group, kommentierte die Ergebnisse mit der Aussage, 2003 werde ein "Übergangsjahr" sein. Beach verwies allerdings auf erhebliche Veränderungen der Umfrageergebnisse, die sich im Vergleich der Befragungen von Januar und Februar 2003 ergeben haben: Hatten Anfang des Jahres "nur" 21 Prozent aller befragten Großunternehmen noch gesagt, sie würden eine Anhebung ihrer IT-Investitionen auf die Zeit nach 2003 verschieben, so planen dies laut den Februar-Ergebnissen nun schon 40 Prozent.

Beach äußerte sich auch zu den Folgen eines möglichen Irak-Kriegs: Die IT-Manager hätten dessen Folgen bereits berücksichtigt und würden ihre Investitionen eher noch erhöhen für den Fall, dass im Irak-USA-Konflikt eine positive Wendung eintreten sollte.

Auch die Marktforscher von International Data Corp. (IDC) glauben, Licht am Ende des Tunnels zu sehen. Sie befragten rund 1000 CIOs und Chief Executive Officers (CEOs) in zwölf Ländern in USA, Europa und aus dem asiatisch-pazifischen Raum. Immerhin 85 Prozent der Befragten wollen ihre IT-Investitionen zumindest nicht kürzen oder sogar leicht anheben. Allerdings schränkten die IT- und Unternehmensverantwortlichen ein, diese Budgetpläne hingen von einer Stabilisierung der Wirtschaft ab.

IDC-Analyst Stephen Minton, Director Worldwide IT Markets and Strategies bei der IDC, sagte, im vergangenen Jahr hätten skandalträchtige Erschütterungen wie der Kollaps von Worldcom und die drohende Gefahr eines Kriegs der USA mit dem Irak dafür gesorgt, dass der IT-Markt zerrüttet worden sei. Auch dieses Jahr sei überschattet von Kriegsbefürchtungen. Anders als CIO-Mann Beach sieht Minton das Problem eines Irak-Kriegs für die Entwicklung der IT-Branche als keineswegs erledigt an. (jm)